19.
AUG 2013
Kolumne

Aufsatteln und los geht's

Laut einer aktuellen Umfrage liegt das Glück auf Erden nicht auf dem Rücken von Pferden, sondern auf dem Fahrradsattel.



Von Ost bis West und von Nord bis Süd - Fahrradfahren ist beliebter als Fitness-Training, Walken und Schwimmen. Selbst Klassiker wie Joggen und Fußball liegen noch dahinter. Männer zieht es noch etwas häufiger auf den Drahtesel als Frauen. Dies fand zumindest eine Krankenkasse heraus.

Auch ich lege von Zeit zu Zeit den Bohrer aus der Hand und schwinge mich auf das Velo. Selbst wenn es nur für ein langes Wochenende ist. Fahrradfahren, ob am Berg oder in der Fläche, gehört für viele zum festen Bestandteil der Sommerferien. Wenn man nicht gerade in Mainz wohnt, wo Züge derzeit wegen mangelndem Dienstpersonal gar nicht mehr halten, kann man sich einfach in den nächsten Zug ins Umland setzen und los geht‘s.

Nicht einmal eine Stunde Bewegung

Wenn es denn überhaupt losgeht. Denn dieselbe Krankenkasse hat in ihrer aktuellen Bewegungsstudie herausgefunden, dass zwei Drittel von uns im Berufsalltag nicht einmal mehr auf eine Stunde Bewegung kommen. Zieht man den bürokratischen Aufwand ab, haben wir Zahnärzte im Job noch relativ viel Abwechslung in unseren Bewegungsabläufen.

Paradoxerweise scheinen wir Deutschen aber, so meint die Kasse, von den flimmernden Bildschirmen nicht genug zu bekommen. Denn wenn wir endlich frei haben, gehen die wenigsten laufen. Die meisten verbringen nochmal mindestens drei Freizeitstunden vor dem Fernseher oder dem heimischen Computer.

Sportmuffel? Mir fällt die Antwort nicht schwer. Ich sitze gerne auch mal am Rechner. Doch richtig zu schätzen weiß ich die Ruhephasen erst, wenn ich mich auch bewegt habe. Aber gut, dass die Bundesliga jetzt wieder begonnen hat. Da kann sich so mancher Bewegungsgegner bequem auf den passiven Teil des Sports konzentrieren.


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