28.
JULI 2014
yarkovoy - Fotolia
Kolumne

Hölleday Reisen

Urlaub, Entspannung, Erholung - das war einmal. Sagen zumindest Forscher eines Kölner Instituts. Heute sehen die Tage fern des Arbeitsplatzes anders aus.



Ach, Urlaub, denken sich derzeit sicher viele Kollegen. Ausruhen, Füße hochlegen, aufs Meer blicken, den Sand durch die Finger rieseln lassen. Meinetwegen auch: die Alpenwand vor einem bestaunen, den Sonnenuntergang bei einem Glas Wein in der Hand genießen. Auf jeden Fall: den Alltag hinter sich lassen. Kraft tanken.

So weit die Utopie. Schenkt man einer Studie des Kölner Instituts für angewandte Gesundheitswissenschaften Glauben, sieht Urlaub mittlerweile für die meisten von uns jedoch anders aus. Demnach geht keiner mehr ungestraft in die schönsten Wochen des Jahres. Hölle Urlaub also.

Viele hätten einfach Angst, weil sie mit dem Arbeitspensum bis dahin nicht fertig werden. Andere fürchten sich vor dem Chaos, wenn sie wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Und es stimmt: Ich brauche nur die Urlaubsdaten auszuhängen oder auf die Homepage zu setzen und unter Garantie sind die nächsten Tage (also die letzten vor dem Urlaub) mehr als ausgelastet.

Der Mehrheit, so die Studie, fehle außerdem die Ruhe dazu, einmal wirklich abzuschalten. Vor allem das Gefühl, permanent unter Strom stehen zu müssen, führe dazu, so die Forscher, dass viele bereits unfähig geworden sind, sich richtig zu erholen. Als Gegenmittel empfehlen sie: Bewegung - trotz Müßiggang. Und vor allem: kein Handy, keine Mails, keine hektische Begutachtung der soeben gemachten Urlaubsbilder.

Unvorstellbar? Ich werde berichten.


Mehr zum Thema


Kommentare

Leserkommentare (0)

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können
Werblicher Inhalt