07.
AUG 2014
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Kolumne

Lege artis im 12-Minuten-Takt

Laut einer Studie der Uni Bonn gucken Handynutzer im Durchschnitt 80 Mal am Tag auf ihr Display, tagsüber sogar alle 12 Minuten. Dies hat weitreichende Implikationen für den Praxisalltag von Zahnmedizinern.



Hinzu kommen ungezählte Internetbesuche via Tablet und Laptop. Das kann man absurd oder irre finden, als Indiz einer Vorform von Geistesgestörtheit bewerten - oder aber daraus Profit schlagen.

Längst vertreiben zig Hersteller smarte Armbanduhren, mit denen sich Webnachrichten lesen oder Apps steuern lassen. Und auch die Dentalindustrie hat reagiert: Auf der IDS 2015 wird eine neue Behandlungseinheit vorgestellt, an der Patienten mittels großem Display und Touchscreens auf den Armlehnen während der Behandlung surfen, chatten, posten und liken können. Auf Wunsch sendet die Einheit zusätzlich im Minutentakt Selfies in alle vom Patienten verwendeten Social-Media-Kanäle.

Zahnmedizinische Fachgesellschaften erwägen bereits eine Leitlinienänderung: Künftig sollen länger andauernden Eingriffe auch unter Vollnarkose alle 12 Minuten kurz unterbrochen werden - damit Patient und Behandler in Ruhe ihre Handys checken können.  


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