07.
JUNI 2013
Götz Wiedenroth
Kolumne

Missverständnis

Vertrauen und Kommunikation sind ja zwei wesentliche Bausteine unseres beruflichen Alltags. Ohne Vertrauen kommen die Patienten erst gar nicht zu uns, bei Missverständnissen gehen sie früher als uns lieb ist.



Das haben auch gewiefte Berater, Coaches und PR-Leute herausgefunden: Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendeine Post zum richtigen Umgang mit dem Patienten ins Haus oder ins Postfach flattert. Eine Einladung zu einem Workshop mit einem Reiki-Meister oder einem Zen-Guru - das kennen Sie sicherlich auch.

Natürlich ist der richtige und einfühlsame Umgang mit den Patienten wichtig. Und angesichts der Tatsache, dass wir alle immer älter werden und die Generation der Best Agers immer zahlreicher in die Praxen kommt, bedeutet auch für uns Zahnärzte, dass wir uns auf die betagteren und reiferen Patienten einstellen müssen und wollen. Haben nicht gerade erst die zahnärztlichen Berufsverbände ein Konzept verabschiedet, das unter anderem die Senioren in den Blickpunkt stellt?

Kürzlich allerdings stutzte ich dennoch, als ich las, dass wir die Reifen noch besser verstehen müssten. Ja, ich hab’s verstanden, schon wieder so ein Tipp. Und begab mich auf die Suche nach dem Absender. Es war Sebastian Vettel, der Formel 1-Weltmeister. Der war nach einem vierten Platz unzufrieden mit seinen Pneus. Und forderte seine Techniker auf, mehr Empathie für sie zu zeigen.


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