31.
MAI 2013
Götz Wiedenroth
Kolumne

Pillepalle

"Pille" kennt man. Er ist der Freund des Halbvulkaniers "Mr. Spock" (der mit den großen spitzen Ohren). "Pille" selbst ist Schiffsarzt des Raumschiffs "Enterprise". Als kleiner Junge habe ich ihn bewundert.



Pille", mit vollem Namen Dr. Leonard McCoy, war Admiral. Ein smarter Typ. Mir gab er die Vorstellungskraft, später mal Zahnarzt zu werden. McCoy war der Superdoktor im Weltall. Mit dem medizinischen Tricoder, einem kleinen Gerät, das jede Krankheit diagnostizieren konnte.

Ein Handy als Geigerzähler

Heute haben wir Handys. Die sind, so wünschen es sich moderne Software-Frickler, unsere Tricoder. Jüngster Versuch: Sie sollen in Röntgenräumen als Geigerzähler dienen. Das ist praktisch und ersetzt radiologische Dosimeter. Und ja, es funktioniert, haben die Tests an der Medizinischen Hochschule Hannover ergeben. Zumindest, solange man das Handy nicht aus der einmal eingenommenen Position nimmt. Der Röntgenologe bleibt also still stehen, bis das Dosimeter der Telefongesellschaft "satt" anzeigt, dann ist Schichtwechsel - und der Kollege kommt.

Pillepalle? Das würde McCoy nicht so sehen. Der konnte mit seinem Tricoder ja nicht einmal telefonieren. Ob er sein Geld monatlich oder prepaid an die Telefongesellschaften zahlen musste, ist übrigens nicht überliefert. 


Kommentare

Leserkommentare (0)

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können
Werblicher Inhalt