12.
MAI 2015
norberthos - Fotolia
Kolumne

Schluss mit Wunderheilungen

Wundersame Heilungen in der Medizin gehören nun endgültig ins Reich der Märchen. Und das Motto „Wer heilt, hat recht“ findet in der Welt leitliniengesicherter Qualitätsparameter keine Anhänger mehr.



Das sieht wohl jetzt auch der „Dachverband Geistiges Heilen (DGH) e. V.“ so - oder zumindest so ähnlich. Der eingetragene Verein registriert, konnte man unlängst lesen, seit jüngsten Medienberichten über unseriöse „Wunderheiler“ eine Zunahme an Anfragen von Heilern und verunsicherter Patienten.

Bedenklich findet Michel Jansen, Leiter der Kommission Recht beim DGH, die in der Bevölkerung verbreitete - irrtümliche - Annahme, dass Heiler sich im rechtsfreien Raum bewegen. Tun sie laut Jansen nämlich nicht. Und daher sieht der DGH Patientenwohl und Verbraucherschutz als seine ureigensten Aufgaben an.

Den gleichen Weg geht auch eine Klinikkette: Um ihre freien Arztstellen besetzen zu können, warb sie mit einem kessen Spruch, der der evidenzbasierten Medizin ebenfalls das Wort redet: „Schamanen wissen viel ... sind aber nicht unser Ding“. Damit dürfte sie selbst bei Gesundheitspolitikern und  Vertretern im Gemeinsamen Bundesausschuss Freunde gefunden haben. Von dort nämlich stammen nämlich die vielen „Anregungen“ zur Qualitätssicherung


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