22.
MAI 2013
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Studentisches

Das erste Mal im echten Zahn bohren

Ganz schön aufregend waren die ersten Wochen des Semesters. Neben den ersten Zahnreinigungen mit Mundhygieneinstruktionen standen auch schon meine ersten beiden Füllungen an.



Um mir die einzelnen Schritte zu merken und um strukturiert vorzugehen, habe ich mir vorher ein Flowchart gebaut. privat

Wer nicht gut organisiert ist, bekommt Probleme

Von jetzt auf gleich ging’s so richtig los. In der ersten Woche des Semesters bekamen wir gleich eine Liste mit unseren Patienten. Unseren eigenen Patienten. Unglaublich, wie wir jetzt in der Verantwortung stehen. Probieren und noch ein bisschen üben ist vorbei, wenn keine Puppe mehr vor dir sitzt.

Ab sofort, muss man sich echt gut organisieren. Ich rief meine erste Patientin an und vereinbarte einen Termin mit ihr zur PZR. Gott sei Dank habe ich mit meinen Patienten Glück. Sie sind alle ziemlich flexibel und können zu den Zeiten, an denen ich meine Behandlungstermine habe. Mehrere meiner Kommilitonen haben große Probleme, mit ihren Patienten Termine zu finden. Ab jetzt sind wir auf zuverlässige Patienten angewiesen.

Souverän die Aufregung überspielen

Vor dem ersten Behandlungstag war ich schon ein bisschen aufgeregt. Meine erste Patientin wird mir wohl immer im Gedächtnis bleiben. Jeder Patient, den wir behandeln, bekommt von uns zuerst kostenlos eine PZR. Wir erheben PSI, API und SBI und machen einen Befund. Ich erstellte mir einen Flowchart, um nichts zu vergessen.

Meine Patientin war schon so oft im Studentenkurs, dass sie fast besser wusste als ich, was als nächstes gemacht werden muss. Meine Aufregung musste ich überspielen, und so tun als hätte ich bei allem, was ich mache, Erfahrung. Anscheinend gelang mir dies so gut, dass sie zum nächsten Termin, als ich an Zahn 21 die distale Ecke aufbauen wollte, wiederkam.

Die 8er sind ganz schön weit hinten

Auf den Eckenaufbau freute ich mich. Bei der PZR fand ich es ganz schön schwer, die 7er und die 8er gut zu reinigen. Außerdem nervten mich die ständigen Positionsänderungen für die Arbeit im OK und im UK. Die distale Ecke am 21 ist in der 12-Uhr-Position gut zu machen und man hat ein uneingeschränktes Sichtfeld.

Ich war froh, dass meine Füllung nicht gleich an nem 8er war! Außerdem war ich schon heiß darauf, wie es sich wohl anfühlt, in einem echten Zahn zu bohren. Bis dato hatte ich nur in Kunststoffzähnen gebohrt … Ehrlich gesagt, so unglaublich anders fühlt es sich nicht an. Meine erste Patientin und ich waren zufrieden mit ihrer neuen Füllung.

Next please!


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