21.
AUG 2013
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Studentisches

Mitfiebern im Examen

Bis ich selber Staatsexamen mache, muss ich vier Wochen bei Studenten im Staatsexamen assistiert haben. In diesen Semesterferien ist es soweit - viele Ratschläge konnte ich allerdings bis jetzt nicht geben.



Der praktische Teil des Examens dauert vier Wochen. Drei Wochen ist Prothetik dran, eine Woche Kons. Da jeder Student für diese vier Wochen eine Assistenz benötigt, gibt es bei uns in Freiburg die Regel, dass jeder aus Solidarität vor seinem eigenen Examen vier Wochen assistieren muss. So steht niemand im Examen alleine da.

Erst Doktorarbeit, dann Südamerika

In meinen nächsten Ferien möchte ich gerne eine große Reise machen oder vielleicht mit meiner Doktorarbeit anfangen. Mal sehen, wie es sich bis dahin entwickelt. In genau einem Jahr plane ich eine Famulatur im Ausland. Mit einer Kommilitonin würde ich gerne nach Südamerika gehen, um zahnmedizinische Hilfe zu leisten und eigene Erfahrungen zu sammeln. Da ich für die jetzigen Ferien nichts Großes geplant habe, assistiere ich zwei Wochen in der Prothetik und eine Woche in der Kons.

Die Studentin, der ich assistiere, musste für ihren Patienten die Zähne 42 und 43 präparieren. Diese Zähne sind die Feiler für eine Teleskopprothese im Unterkiefer. Leider habe ich erst im nächsten Semester Prothetik, so dass ich nicht so fachkundige Ratschläge geben konnte. Die Präps sahen, soweit ich das nach meinen Kenntnissen aus den Phantomkursen beurteilen kann, sehr gut aus.

Achtung, der Prüfer kommt!

Nach den Präps kamen die Abformungen. Leider wollte der erste Abdruck nicht gelingen. Doch auch beim zweiten war eine kleine Luftblase auf der Präpgrenze. Die Anspannung und Nervosität stieg, doch der dritte Versuch klappte. Für gewisse Zwischenschritte musste die Prüferin vorbeikommen.

Vorher richteten wir die Box immer ordentlich her. Sobald die Prüferin die Box betreten hatte, um die Präps oder Abformungen anzuschauen, war die Anspannung der Studentin und mir auf dem Höhepunkt. Die Prüferin hatte manchmal schon Kleinigkeiten auszusetzen, aber im Großen und Ganzen war sie immer zufrieden. In der dritten Prothetik-Staatsexamenswoche ziehe ich dann den Gardasee dem Assistieren vor.


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