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16.04.03 / 00:13
Heft 08/2003 Politik
Karlsruher Akademie – ein Mekka für deutsche Zahnärzte

25 Jahre lang mit perfekter Organisation und innerer Ruhe

Die Akademie Karlsruhe – schlichtweg „das“ Fortbildungsinstitut der Deutschen Zahnärzteschaft – hat jetzt ein denkwürdiges Jubiläum gefeiert. So waren zahlreiche Honoratioren, Wissenschaftler aus Skandinavien und den USA und viele Standesvertreter und Gäste nach Karlsruhe gereist, um das Dienstjubiläum von Professor Dr. Dr. h.c. mult. Michael Heners zu begehen.




Vor genau 25 Jahren hatte der junge Wissenschaftler die Leitung des damals in Deutschland einzigen Fortbildungsinstitutes übernommen. 25 Jahre lang hat Michael Heners die Geschicke des Institutes geleitet, das nach der Änderung des deutschen Zahnheilkundegesetzes aus der damaligen Dentistenausbildungsstätte auf Initiierung von Dr. Walther Engel entstanden war. 25 Jahre lang hat der gebürtige Westfale das Institut ausgebaut, erweitert, vergrößert und zu dem gemacht, was es heute ist. Ein über die deutschen Ländergrenzen hinaus anerkanntes Institut, das ausschließlich einer Fortbildung dient, die dem Zahnarzt Spaß macht und das Wohl des Patienten im Fokus hat. Mit Rat und Tat hat der heutige Direktor vielen anderen deutschen Fortbildungsinstituten aus der Wiege geholfen, und auch diese sind nach dem Karlsruher Vorbild inzwischen erwachsen geworden.

Damals ...

Ein Hörsaal, eine kleine Praxis und ein Sekretariat – das war die Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe im Jahre 1978, als Professor Dr. Heners seinen Dienst in der Sophienstraße 41 antrat. Er hatte in Münster studiert, war dann in Düsseldorf und schließlich in Homburg/Saar, als er sich für diesen Schritt, den keiner seiner Kollegen so recht verstehen wollte, entschloss. Aber das sollte sich bald ändern. Das Haus wurde renoviert und alle Räume modernisiert. Drei Jahre später konnte dann die neue „Akademie“ präsentiert werden. Das Programm der Veranstaltungen wurde erweitert, solide Ziele mit einer planbaren Umsetzbarkeit in den Praxisalltag wurden erarbeitet. Referenten kamen nicht nur aus dem „Ländle“, sondern aus allen Universitäten Deutschlands sowie den Nachbarländern und den USA. Die Akademie wuchs, und bereits nach drei Jahren unter Heners Führung stand sie wirtschaftlich auf eigenen Beinen. Und die Landeszahnärztekammer freute sich darüber, wie Dr. Bernd Borckmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Akademie, beim Festakt in Karlsruhe verdeutlichte.

Aber Heners war noch nicht zufrieden. Immer wieder hatte er neue Ideen, die er systematisch erkämpfte, und setzte sie mit einem perfekten Mitarbeiterstab um. So begann er Anfang der 90er Jahre mit der „strukturierten“ Fortbildung, die dem Teilnehmer die systematische Erarbeitung eines Fachgebietes ermöglicht. Fachgespräche wurden eingeführt, sie forderten den Zahnarzt zu einer aktiven Haltung seinem Fach gegenüber heraus.

... und heute

Seit 1995 gibt es das Training des zahnärztlichen Sachverständigen, bisher ein Novum in Deutschland. Seit 1986 treffen sich Zahnärzte aus dem gesamten Bundesgebiet zur Karlsruher Konferenz, die über die Jahre hinweg ihre einzigartige Qualität an Referenten und Inhalten bewahrt hat. Heners kreierte zeitgleich den Walther-Engel-Preis, der für die Förderung des internationalen wissenschaftlichen Gedankenaustausches steht. Lenke: „... Er ist in seiner Amtszeit ein Botschafter der Zahnheilkunde im In- und Ausland geworden ...“



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