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01.01.13 / 12:05
Heft 01/2013 Politik
BZÄK-Kooperation mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Aufruf zur Mithilfe

Gutes tun, Synergien nutzen und dies öffentlichkeitswirksam darstellen – mit der frisch geschlossenen Kooperation zwischen der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der „DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH“ (DKMS) sollen diese drei Punkte möglich werden. Die BZÄK bittet Zahnärzte und ihre Praxisteams um Unterstützung.




Die DKMS ist eine gemeinnützige Gesellschaft, deren Ziel es ist, durch Unterstützung von Knochenmarkspenden die Heilungschancen von an Leukämie und an anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen des blutbildenden Systems Erkrankten zu verbessern. Sie ist bekannt durch ihre Werbekampagnen mit engagierten Personen des öffentlichen Lebens, Sportlern und aktiven Mitbürgern sowie öffentlichen Typisierungsaktionen (siehe Kasten unten und den Beitrag in zm 18/2012, S. 76-82). Mit etwa drei Millionen registrierten Spendern ist sie die weltweit größte Stammzellspenderdatei. Jeder fünfte Patient findet jedoch noch immer keinen passenden Spender, darum bleibt es das Hauptanliegen der DKMS, die Stammzellspenderdatei kontinuierlich auszubauen, damit zukünftig noch mehr Patienten eine Überlebenschance gegeben werden kann.

Schnittstelle Wangenabstrich

Für eine Zusammenarbeit von Berufsstand und DKMS gibt es eine offensichtliche Schnittstelle: den Wangenabstrich. Für beide fängt Gesundheit sozusagen im Mund an. Der Wangenabstrich ist prädestiniert für den Zugang über den Zahnarzt, somit kann der Aktionsradius der Zahnmedizin authentisch ausge-weitet werden und die Zahnärzteschaft kann ihr gesellschaftliches Engagement und ihre soziale Verantwortung einmal mehr unter Beweis stellen.

Die Zusammenarbeit ergibt einen Dreifachnutzen: an erster Stelle für die leukämiekranken Patienten, zudem für den Berufsstand und die einzelnen Praxen sowie für die DKMS auf der Suche nach neuen Spendern.

Zahnärzte und ihre Teams haben auch die Möglichkeit, ihr soziales Engagement den Patienten gegenüber sichtbar zu machen. Der Aufwand in der Praxis ist gering: Zahnärzte können beispielsweise in ihrem Wartezimmer Informationsmaterial auslegen oder Plakate anbringen. Der interessierte Patient kann dann den Zahnarzt und seine Praxismitarbeiter/innen zu den Hintergründen befragen und sich über die Homepage der DKMS ein Registrierungsset mit Wattestäbchen bestellen.

Damit kann dieser zu Hause den Wangenabstrich durchführen und das Set in die Post geben. Der direkte Wangenabstrich in der Praxis ist nicht anvisiert, zum einen wegen der erforderlichen Bedenkzeit, zum anderen, um die Anonymität der Daten zu unterstreichen.

BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel kommentiert dazu: „Mit diesem Projekt bekommen wir die Chance, einmal mehr das umfangreiche Engagement des zahnärztlichen Berufsstands zu verdeutlichen – und sichtbar nach außen zu kommunizieren. Insgesamt könnten wir gemeinsam helfen – öffentlichkeitswirksam transportiert, unaufwendig und datenschutzsensibel. Die Bundeszahnärztekammer ruft alle Zahnärzte und ihre Praxismitarbeiter dazu auf, mit- zumachen.“ Mehr unter www.dkms.de/bzaek
pr/BZÄK

 

Info

Aktion

Im Kampf gegen Blutkrebs setzen die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei und das italienische Modelabel „CRUCIANI C“ derzeit gemeinsam ein Zeichen. Eine „Special Edition“ des DKMS-Puzzle-Armbands mit dem Slogan „Die Spende deines Lebens“ ist ab sofort erhältlich. Der Reinerlös des Verkaufs kommt der DKMS für Neuregistrierungen potenzieller Stammzellspender zugute. Die Aktion wird von Prominenten unterstützt, darunter Markus und Angela Lanz (Foto). Der Preis pro Band beträgt zehn Euro.[Link auf http://www.dkms.de]



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