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16.11.08 / 00:11
Heft 22/2008 Titel
Deutscher Zahnärztetag 2008 - Ehrungen

Auszeichnung für Außergewöhnliches

Während des Festakts in der Alten Stuttgarter Reithalle erhielten vier zahnärztliche Kollegen eine Auszeichnung für ihre außergewöhnlichen Leistungen um den Berufsstand: Dr. Lothar Bergholz, Prof. Dr. Rolf Hinz, Dr. Peter Kuttruff und Sanitätsrat Dr. Otto W. Müller.



Eine Ehrung für besondere Leistungen um den Berufsstand (v.l.n.r.): Sanitätsrat Dr. Otto W. Müller, Dr. Peter Kuttruff, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, Prof. Dr. Rolf Hinz und Dr. Lothar Bergholz Foto: Pietschmann/axentis

„Mit Bewunderung spricht man vom Goldstandard“, leitete der scheidende BZÄK-Präsident Dr. Dr. Jürgen Weitkamp während der Zentralveranstaltung zu den Ehrungen über und verwies – in Anspielung auf den Werkstoff des Zahnarztes – auf das Lebenswerk von vier verdienstvollen zahnärztlichen Kollegen. Die Ehrennadel der deutschen Zahnärzteschaft in Gold erhielten Dr. Lothar Bergholz, Prof. Dr. Rolf Hinz und Sanitätsrat Dr. Otto W. Müller. Eine Ehrung, die von der BZÄK nicht häufig vergeben wird, ist das Fritz-Linnert-Ehrenzeichen, das an Dr. Peter Kuttruff verliehen wurde. Weitkamp würdigte in seiner Laudatio die jeweiligen Verdienste der Geehrten und ging ganz individuell auf sie ein.

Dr. Lothar Bergholz wurde für sein Engagement geehrt, in den Jahren nach der Wende in den neuen Bundesländern für den Aufbau einer funktionierenden zahnmedizinischen Versorgung der Bevölkerung sowie eines Kammersystems Sorge getragen zu haben. Er arbeitete in Eisenach, zunächst in der Kreispoliklinik, dann im Betriebsgesundheitswesen des Automobilwerks und seit 1991 dort in eigener Praxis. Nach der Wende begann sein berufspolitisches Engagement, zunächst als Delegierter der LZK Thüringen, dann als Vorstandsmitglied, wo er die Patientenberatungsstelle aufbaute. 1999 trat er für acht Jahre das Amt des Präsidenten der Kammer an. Im Vorstand der BZÄK arbeitete er als Vorsitzender des Ausschusses Berufsbild des Zahnarztes und im Ausschuss Präventive Zahnheilkunde als Referent für Altersmedizin und Behindertenbehandlung.

Prof. Dr. Rolf Hinz ließ sich nach seiner Übersiedlung 1960 in den Westen als Kieferorthopäde in Herne nieder. 1974 gründete er den Zahnärztlichen Fachverlag. Seit 1985 ist er Lehrbeauftragter der Universität Witten-Herdecke, nach seiner Habilitation Lehrstuhlinhaber und Universitätsprofessor. Hinz ist auch standespolitisch tätig und hatte verschiedene hochrangige Ämter inne, wechselweise bei der KZV wie auch bei der Kammer Westfalen-Lippe. 2003 erfolgte der Vorsitz der KZVWL. In Zusammenarbeit mit Hinz erschien die Schriftenreihe zum Konzept „Zahnheilkunde plus“. Er wurde Aufsichtsratsvorsitzender der CompuGroup AG und gründete 2002 die Haranni Academie und Clinic. Hinz ist Mitherausgeber der Deutschen Zahnarztwoche (DZW) und gibt unter anderem die Patientenzeitung „Anbiss“ und die Fachzeitschrift „PI Prophylaxe-Impuls“ heraus.

Berufsübergreifend

Dr. Peter Kuttruff wurde mit dem Fritz-Linnert-Ehrenzeichen für sein herausragendes regionales und überregionales berufsübergreifendes Engagement in zahlreichen Ämtern und Ehrenämtern gewürdigt. Er war 1974 bis 2006 in eigener Praxis tätig, wurde Mitglied, dann Vorstandsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der KZV Stuttgart. Von 1994 bis 2002 war er Stellvertretender Vorsitzender der KZBV, von 2001 bis 2004 Vorstandsvorsitzender der KZV Stuttgart und von 2005 bis 2008 Vorstandsvorsitzender der KZV Baden-Württemberg. Auch auf Kammerebene hat sich Kuttruff verdient gemacht, unter anderem als langjähriges Mitglied der Vertreterversammlung der LZK Baden-Württemberg und baden-württembergischer Delegierter in der BZÄK-Bundesversammlung. Die Ehrung würdigt sein umfassendes Wissen und seine Sachlichkeit über alle standespolitischen Grenzen hinweg.

Sanitätsrat Dr. Otto W. Müller begann seine berufspolitische Karriere in seiner Heimatstadt Speyer, wo er auch als niedergelassener Zahnarzt tätig ist. Zunächst auf Kreisebene, arbeitete er dann in den Folgejahren in verschiedenen Funktionen für die Bezirkszahnärztekammer wie für die KZV Pfalz, unter anderem als Fortbildungsreferent und Vorstandsmitglied. Neun Jahre war er Vorstandsvorsitzender der Bezirkszahnärztekammer Pfalz, ab 1999 stellvertretender Präsident der LZK Rheinland-Pfalz und von 2002 bis 2007 deren Präsident. Müller erhielt bereits die silberne Ehrennadel der BZÄK sowie die Verdienstmedaille der LZK. 2006 wurde er zum Sanitätsrat ernannt. Die Auszeichnung mit der goldenen Ehrennadel erfolgte auch als Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit als Mitglied des Vorstands der BZÄK.



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