pr
01.11.15 / 00:03
Heft 21/2015 Politik
Patientenberatung der Zahnärzte

Authentisch bleiben

Um die Weiterentwicklung der zahnärztlichen Patientenberatungsstellen ging es auf der Koordinierungskonferenz von BZÄK und KZBV am 16. Oktober in Berlin. Dahinter steckt ein mehrjähriges Großprojekt, bei dem die Beratungslandschaft der Zahnärzteschaft zukunftsfest aufgestellt werden soll. Als nächster wichtiger Teilschritt steht jetzt an, eine Software zu implementieren, um Beratungsanlässe bundeseinheitlich zu dokumentieren. Start ist am 1. Januar.



Fachlichkeit und Kommunikation auf Augenhöhe: Die zahnärztlichen Patientenberatungsstellen haben einen Mehrwert zu bieten, den ein Callcenter nicht leisten kann. Matthias Enter-Fotolia

Der Hintergrund: Start für das gemeinsam von BZÄK und KZBV getragene Großprojekt Patientenberatung war seinerzeit eine erste Koordinierungskonferenz der Kammern und KZVen am 24. September 2011 in Leipzig. Seitdem ist eine Menge passiert. Zunächst wurde ein didaktischer Leitfaden für die Beratung erarbeitet. Die Körperschaften haben sich ferner an einem Testlauf beteiligt, der erstmals einen Überblick über die dort bearbeiteten Patientenbeschwerden ermöglichen wird. Parallel dazu wurde eine Software entwickelt, um Beratungs- und Beschwerdeanlässe einheitlich zu dokumentierten. Außerdem ist derzeit eine Neuauflage der BZÄK/KZBV-Broschüre zur Patientenberatung der Zahnärzte in Deutschland in Arbeit.

Die Datenqualität erhöhen

Auf der zweiten Koordinierungskonferenz am 16. Oktober 2015 in Berlin ging es jetzt darum, bei der Weiterentwicklung der zahnärztlichen Beratungsstellen weitere Schritte zu konsentieren. Der nächste wichtige Eckpunkt ist hier die Implementierung der für alle Patientenberatungsstellen einheitlichen Software zum Beratungs- und Beschwerdemanagement – die Software soll ab dem 1. Januar 2016 in den Echtzeitbetrieb gehen. Dann sollen so viele Daten wie möglich zu Dokumentationszwecken zusammengetragen werden.

„Zahnärztliche Patientenberatungsstellen enthalten ein enormes Potenzial, wenn es um Fragen rund um die Zahnmedizin geht,“ erklärte BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich in seiner Einführung zur Konferenz. Bei der Datenerhebung sei es erforderlich, eine hohe Datenqualität zu generieren und Erfahrungen im Feldbetrieb zu sammeln. Oesterreich wies darauf hin, dass Patientenberatung „ein lernendes System“ sei, das sich stets verbessern und weiterentwickeln müsse. Alleinstellungsmerkmal der zahnärztlichen Patientenberatung ist das Beschwerdemanagement, bei dem das Problem des Patienten nicht nur erfasst, sondern einer Lösung zugeführt wird.



Mehr zum Thema


Anzeige
Kommentare

Leserkommentare (0)

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können