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16.04.17 / 00:01
Heft 08/2017 Gesellschaft
„Mein Traum: Bild-Zeitung, Seite 1“

BZÄK-Koordinierungskonferenz Hilfsorganisationen

Die zahnmedizinischen Hilfsorganisationen leisten Großartiges – und das wird in den Fachmedien auch entsprechend gewürdigt. Dennoch, und darin waren sich die Teilnehmer auf der „Koordinierungskonferenz Hilfsorganisationen“ der Bundeszahnärztekammer einig: Die mediale Aufmerksamkeit muss erhöht werden.




„Sie alle wissen es und ich weiß es auch: Das soziale Engagement der deutschen Zahnmediziner im In- und Ausland ist großartig! Aber die breite Öffentlichkeit weiß das nicht! Das müssen wir ändern!“ Dieses Credo wiederholt Dr. Wolfgang Schmiedel, Vorstandsreferent der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) für Soziale Aufgaben und Hilfsaktionen nun seit acht Jahren – seit die BZÄK zum ersten Mal die zahnärztlichen Hilfsorganisationen zur Koordinierungskonferenz anlässlich der IDS in Köln einlud. Auch in diesem Jahr steht Schmiedel vor mehr als 70 Teilnehmern und spricht seinen entscheidenden Satz: „Tut Gutes und redet darüber!“

Was fast schon wie ein Mantra klingt, hat Erfolg: „In der Fachpresse wird das soziale Engagement der deutschen Zahnmediziner durchaus gewürdigt“, sagt Schmiedel. „Mein Traum ist es aber, den Bericht eines zahnärztlichen Hilfseinsatzes auf der ersten Seite der Bild-Zeitung zu lesen.“

Hundert Hilfseinsätze auf der ganzen Welt werden jährlich von Zahnmedizinern aus Deutschland geleistet – ehrenamtlich und oft unter erschwerten Bedingungen. Um von den Erfahrungen der anderen zu lernen, bietet die BZÄK den Akteuren alle zwei Jahre die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch.

Kräfte bündeln

„Die BZÄK ist stolz, den Hilfsorganisationen mit der Koordinierungskonferenz eine Plattform zur Vernetzung, zum Erfahrungsaustausch und zur Anregung neuer Ideen bieten zu können“, betonte Dr. Peter Engel, Präsident der BZÄK, zu Beginn der Veranstaltung. „Sie sind Glanzlicht und Ansporn für alle Zahnmediziner!“ Außerdem soll die Koordinierungskonferenz – kurz KoKo – neue Anreize bieten: Hans-Peter Baur, Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, stellte das Projekt „Klinikpartnerschaften“ seines Ministeriums vor. Diese Initiative fördert Hilfsprojekte mit bis zu 50.000 Euro für einen Zeitraum von maximal 24 Monaten. Auch drei zahnmedizinische Projekte werden durch die Klinikpartnerschaften gefördert – darunter DIANO (Dental International Aid Networking Organisation) von Initiator Tobias Bauer.

Bereits zum vierten Mal fand die KoKo nun im Rahmen der IDS statt, in diesem Jahr wurde sie zum letzten Mal vom ehemaligen Berliner Kammerpräsidenten Schmiedel geleitet. „Ich habe dieses Amt unwahrscheinlich gerne ausgefüllt. Es war mir eine Herzensangelegenheit. Und ich bin sehr wehmütig“, sagte Schmiedel. Dennoch blickt er positiv in die Zukunft. Die nachfolgende Generation der Zahnmediziner habe verstanden, wie wichtig dieses Engagement ist, sagte er – und kündigte an, in zwei Jahren wieder dabei zu sein. „Aber dann sitze ich in der letzten Reihe und passe auf, dass alles seinen Gang geht.“



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