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01.12.15 / 00:05
Heft 23/2015 Zahnmedizin
Studie zur Beurteilung dentaler Ästhetik

Behandler und Patienten empfinden vieles anders

Ästhetische Zahnbehandlungen stehen immer vor der Aufgabe, die individuellen Wünsche der Patienten zu berücksichtigen. Um Fehlkommunikation und Behandlungsmisserfolge zu vermeiden, sollte die ästhetische Einschätzung des Patienten systematisch in die Planung integriert werden. Dieser Übersichtsartikel fasst vier Untersuchungen zu dieser Thematik zusammen.




Neue Materialien und Techniken haben in den vergangenen beiden Jahrzehnten zu einer ästhetisch-kulturellen Revolution in der Zahnmedizin geführt. Zusätzlich hat eine digitale Idealisierung des menschlichen Aussehens in nahezu jeder Publikation und in den Medien einen Einfluss auf uns und unsere Patienten.

Ein besseres dentales Erscheinungsbild hat positive Auswirkungen auf das Selbstvertrauen und auf die Lebensqualität. Statistisch gesehen führt ein besseres Aussehen sogar zu einem wirtschaftlich erfolgreicheren Leben. Die Patienten erwarten von den Zahnärzten, ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie ihre Wünsche auch hinsichtlich der ästhetischen Erscheinung erfüllen können.

Traditionell fokussierte sich die Zahnmedizin auf die Wiederherstellung der biomedizinischen und der mechanisch-technischen Aspekte des Gebisses. Um die divergierenden ästhetischen Vorstellungen der Patienten systematisch einzubinden, sind in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Richtlinien vorgestellt worden.

Doch ein harmonisch ausgewogenes Lächeln ist mehr als die Folge des idealen Zusammenspiels von Zähnen, Lippen und Zahnfleisch, da das Erscheinungsbild und dessen Wahrnehmung auch von mehr abstrakten, psychologischen, geschlechtsbezogenen und kulturellen Faktoren abhängt. So erscheint es schwierig, vorhersagbare individuelle Erfolge nur mit der Anwendung genereller Richtlinien erreichen zu wollen.



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