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01.05.03 / 00:13
Heft 09/2003 Politik
Nachfrage an zahnästhetischen Behandlungen gestiegen

Beratung ist das A und O

Ein strahlendes Lächeln öffnet bekanntlich alle Türen – und die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung würde für makellose Zähne auch keine Kosten und Mühen scheuen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Initiative proDente herausgegebene aktuelle Emnid-Studie, die jetzt auf der Internationalen Dental- Schau (IDS) in Köln präsentiert wurde.




Insgesamt finden 81 Prozent der über 2 000 Befragten das Aussehen ihrer Zähne sehr wichtig. Zum Vergleich: Konnten sich im Jahre 1999 nur 49 Prozent aller Interviewten vorstellen, für die Schönheit ihrer Zähne Geld auszugeben, bejahten die Aussage in diesem Jahr bereits 58 Prozent. Dabei zählen Kronen, Brücken und Füllungen aus Keramik immer noch zu den bekanntesten Behandlungsformen, wenn es darum geht, das Aussehen der Zähne zu verbessern. Kosmetische Angebote, wie Bleaching und Veneers, sind dagegen hier zu Lande noch wenig bekannt und wurden von den befragten Personen kaum genutzt. Während jedoch die Bereitschaft der Patienten zu zahnästhetischen Behandlungen wie auch ihr Informationsbedarf in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind, gibt es bei der kompetenten Beratung der Zahnärzte oftmals noch Defizite. Eine Informationslücke mit Folgen: Viele zahnästhetische Behandlungen werden nicht durchgeführt, weil der Zahnarzt seine Patienten nicht über die in Betracht kommenden Möglichkeiten aufklärt. Er ist aber für die meisten Personen nach wie vor der erste Ansprechpartner, wenn es um das Wohl ihrer Zähne geht. Und gerade deshalb kann er sie durch eine aktive Aufklärung zu zahnästhetischen Behandlungen motivieren.

Anschaulich erklären

Anlässlich der IDS betonte proDente-Vorstandsvorsitzender Dr. Karl-Heinz Sundmacher, dass innovative technische Geräte dem Zahnarzt helfen können, die Behandlungsmethoden anschaulich zu erklären. Mit einer intraoralen Kamera könne der Patient beispielsweise am Monitor verfolgen, was sich in seinem Mund abspielt. Sundmacher stellte allerdings klar, dass Aussagen über den Praxiswert der neu auf der IDS vorgestellten Geräte und Anwendungstechniken verfrüht seien.

Vorteilhaft für die grundlegenden Beratungsgespräche sei, dass diese nicht im Behandlungszimmer, sondern in einem extra Besprechungsraum stattfinden. Darauf verwies ZA Dieter Krenkel, Mitglied im PR-Ausschuss proDente und Vorstandsmitglied der KZBV. Der Anblick von Bohrer, Spritze und Co. löse bei vielen Patienten Ängste aus – Grundvoraussetzung für eine gute Beratung sei aber eine angenehme Atmosphäre. In punkto Zahnästhetik gebe es durchaus verbindliche Grundregeln. Schönheit sei zwar subjektiv, aber in erster Linie gelte: Die Zähne müssen zum Gesicht passen.    

Wichtig sei auch, den Zusammenhang zwischen Zahnkosmetik und Zahnerhalt zu verdeutlichen, ergänzte Dirk Komorowski, Geschäftsführer von proDente. So sollten Zahnärzte deutlicher als bisher herausstellen, dass die Verschönerung der Zähne auch zur dauerhaften Zahngesundheit beitrage. Informative und zugleich unterhaltsame „Aufklärungsarbeit“ zum Thema Zahnästhetik und Zahnersatz soll hierbei der rund sechsminütige pro- Dente-Film „Zahn ade – was tun?“ leisten. Erzählt wird die Geschichte eines Vaters, der beim Spielen mit seinem Sohn einen Zahn verliert und dann in der Praxis kompetent über alle Behandlungsmöglichkeiten beraten wird.

Neuer Film

Der Film, produziert von den Machern der Sendung mit der Maus, ist auf VHS und DVD bei proDente erhältlich und soll in Zahnarztpraxen und auf Messen zum Einsatz kommen.  

Passend zur Emnid-Studie steht bei pro- Dente im Monat April außerdem das Thema „Schöne Zähne“ im Mittelpunkt. Die Initiative bietet jeden Monat ein Schwerpunktthema zur Zahnmedizin für die allgemeine Presse an – im März ging es beispielsweise um „High-Tech in Praxis und Labor“. Auf der Internetseite www.prodente.de gibt es darüber hinaus Informationspakete für Zahnärzte und Patienten zum Downloaden. 



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