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01.01.16 / 00:01
Heft 01/2016 Zahnmedizin
Studie zur Haltbarkeit von Veneers

Besser nur im Schmelz präparieren

Eine Forschergruppe untersuchte, welchen Einfluss Präparationsformen und die Schichtdicke auf die Bruchfestigkeit sowie das Randverhalten von Keramik-Veneers haben. Die hier zusammengefasste Studie wurde mit dem Forschungspreis der AG Keramik ausgezeichnet.




Grundlagen

Adhäsiv befestigte, rein schmelzgetragene labiale Keramik-Veneers sind eine klinisch bewährte Restaurationsform, die vorwiegend im Frontzahnbereich eingesetzt wird. Technisch möglich ist heute auch die Verwendung von Adhäsiven, die im Dentin retentiv wirken, um Keramikschalen partiell oder vollständig auch im Dentin zu verankern. Dabei ist es aus grundsätzlichen Erwägungen heraus vorteilhaft, bei der Präparation möglichst große Schmelzareale zu erhalten, weil der Schmelz geätzt und konditioniert wird und somit ein optimaler Bindungspartner ist. Außerdem stellt die Schmelz-Dentin-Grenze aus biomechanischer Sicht ein stabilisierendes Element natürlicher Zähne dar.

Fragestellung

Der Behandler steht daher grundsätzlich vor der Frage, ob es vorteilhaft ist, möglichst viel Zahnschmelz zu erhalten, selbst wenn dies zulasten der Materialstärke, der Ästhetik und der späteren Zahnform erfolgt. Oder ob er lieber auf eine funktionierende Dentinadhäsion vertrauen sollte und darf, um damit für das Einbringen der Veneers ein größeres Platzangebot zu nutzen.

Ziel der Untersuchung war es, den Einfluss der Präparation und der Schichtstärken auf die Haltbarkeit von Veneers zu untersuchen und das Frakturverhalten sowie die marginale Adaptation nach thermomechanischer Belastung zu überprüfen.



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