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16.11.15 / 00:01
Heft 22/2015 Zahnmedizin
Die Röntgenstelle der BZÄK informiert

DVT: Neues bei der Abnahme- und Konstanzprüfung

Die dreidimensionale Röntgenbildgebung ermöglicht die Darstellung der anatomischen Strukturen in allen Raumrichtungen. Damit lassen sich im Vergleich zur zweidimensionalen Bildgebung zusätzliche Informationen gewinnen, die für spezielle Fragestellungen einen zusätzlichen diagnostischen Nutzen generieren können. Neue Regeln bringen jetzt Einheitlichkeit – und bedingen konkrete Maßnahmen für den Anwender.



Beispiel für einen Prüfkörper zur Konstanzprüfung gemäß DIN 6868–15 Quart GmbH

Mit der Einführung der Digitalen (Dentalen) Volumentomografie (DVT) in der Zahnheilkunde im Jahr 1998 steht der Zahnärzteschaft ein Verfahren zur Verfügung, das die eigenständige Anfertigung und Befundung dreidimensionaler Aufnahmen gestattet. Seitdem hat die Verbreitung dieser Technik einen regelrechten Boom erlebt, der immer noch anhält. Zurückzuführen ist diese Entwicklung unter anderem auf den gesteigerten Anwendungskomfort neuer Geräte und auf sinkende Anschaffungskosten.

Die Einführung neuer Techniken führt nahezu zwangsläufig zu normativen Defiziten. Für die DVT-Anwendung konnten mit der Einführung der Fachkunde und der Veröffentlichung der AWMF-Leitlinien „Dentale digitale Volumentomographie“ (2013) und „Indikationen zur implantologischen 3D-Röntgendiagnostik und navigationsgestützten Implantologie“ (2011) bereits regulatorische Lücken geschlossen werden.

Dagegen fehlten lange Zeit gerätebezogene Standards, was zur Entwicklung proprietärer Soft- und Hardware wie zum Beispiel Viewern oder Prüfkörpern durch die einzelnen Hersteller führte. Die Weitergabe und die Auswertung von Aufnahmen können somit durch Kompatibilitätsprobleme behindert werden. Insbesondere die zahnärztlichen Stellen hatten in der Vergangenheit wiederholt Probleme, ihrem gesetzlichen Auftrag zur Prüfung nachzukommen beziehungsweise mussten dafür einen erhöhten Aufwand betreiben. Es lag also nahe, diesen Zustand durch die Erarbeitung von Normen zu beseitigen.



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