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01.12.16 / 00:04
Heft 23/2016 Politik
Approbationsordnung für Zahnärzte

Der Entwurf ist endlich da!

Die Approbationsordnung für Zahnärzte wird nach über 60 Jahren – jetzt wirklich – novelliert. Zahnmedizin soll Staatsexamensstudium bleiben – evidenz-basiert und künftig mit mehr Inhalten aus der Medizin.




Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat dazu einen Referentenentwurf vorgelegt. Er sieht vor, dass die zahnärztliche Ausbildung ein Studium der Zahnmedizin von 5.000 Stunden und einer Dauer von fünf Jahren an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule umfasst.

Positiv aus Sicht der BZÄK ist vor allem die Neugewichtung der Ausbildungsinhalte durch eine fachliche Weiterentwicklung des Studiums in Richtung Prävention, Therapie und Alterszahnheilkunde einschließlich neuer Behandlungsformen. Begrüßt wird auch die stärkere Anbindung an die Medizin, die verstärkte praktisch-präventive Ausbildung in der Vorklinik und die Förderung der Qualität bei der praktischen Ausbildung.

„Den Erfolg selbstbewusst kommunizieren“

„Auf nahezu alle unsere Anregungen wurde in diesem Entwurf eingegangen“, kommentierte BZÄK-Präsident Engel auf der Bundesversammlung, „nahezu alle unsere Warnungen und kritischen Anmerkungen dazu wurden stattgegeben“.

Engel verwies lediglich auf einen Wermutstropfen: Es sei zu bezweifeln, dass die Implementierung des Gesetzes – wie im Entwurf vorgesehen – für die Länder auch kostenneutral erfolgen könne. Die Zahl der Studienbewerber solle dafür zwar um 6,5 Prozent abgesenkt werden. Das reiche aber für eine Absenkung der Kosten nicht aus und würde im Gegenteil zu neuen Strukturen an den Hochschulen führen, die auch finanziert werden müssten.

In einer Resolution begrüßte die BZÄK- Bundesversammlung die im Referentenentwurf zur Approbationsordnung vorgesehenen Reformelemente. Die Versammlung forderte die Regierungen der Bundesländer dazu auf, die Novelle noch in dieser Legislatur- periode umzusetzen und die Mittel dafür bereit zu stellen.



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