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16.08.02 / 00:14
Heft 16/2002 Gesellschaft
2. Jtg. der Deutsch-Russischen Zahnärztegesellschaft St. Petersburg

Deutsch-Russische Zahnärztegesellschaft

Die Deutsch-Russische Zahnärztegesellschaft wurde im Jahre 1998 gegründet, um sowohl fachliche als auch persönliche Kontakte zwischen den Zahnärzten beider Länder entstehen zu lassen und zu fördern.



Die Auferstehungskirche „Auf dem Blute“ in St. Petersburg. Foto: MEV

Zwischen den Jahrestagungen wird vor allem der Austausch von Kollegen vermittelt, die sich einerseits in Deutschland über Behandlungsmethoden und moderne Werkstoffentwicklungen informieren und andererseits in Russland die Entwicklung der Zahnmedizin sowohl in den privaten Praxen als auch an den Instituten während der letzten Jahre kennen lernen wollen. Darüber hinaus sind es Land und Leute, welche die Zahnärzte an die Tagungsorte in Russland führen. So waren in diesem Jahr die weißen Nächte in St. Petersburg sicher ein besonderer Magnet.  

Im Rahmen des wissenschaftlichen Programms wurde zunächst von Prof. Jean François Roulet, Berlin, ein Vortrag zur Tertiärprophylaxe in der Zahnerhaltung referiert. Dieser Einleitungsvortrag zeigte den immer stärker werdenden Einfluss prophylaktischer Maßnahmen in allen Stadien der zahnärztlichen Therapie. Darüber hinaus wurden aber auch spezifisch deutsche Probleme angesprochen, die bei den russischen Zuhörern auf großes Interesse stießen. Der Rest des Tages war dann prothetischen Themen gewidmet. Prof. Klaus- Peter Lange, Berlin, referierte über den Trendwandel in der Implantologie aus rein chirurgischer Sichtweise zur Implantatprothetik und stellte das Berliner Planungskonzept für die implantatprothetische Therapie vor. Im anschließenden Vortrag ging der gleiche Referent auf die Galvanotechnik, als eine Methode, welche Ästhetik, Passfähigkeit und Biokompatibilität in der Zahnheilkunde miteinander verbindet, ein. 

Am zweiten Tag wurden überwiegend Themen der Adhäsivtechnik abgehandelt. Prof. Bernd Haller, Ulm, erläuterte zunächst ausführlich die wissenschaftlichen sowie anwendungstechnischen Grundlagen. Prof. Wladimir N. Tresubow, St. Petersburg, sowie Prof. Roulet zeigten sodann die Vielfältigkeit der Anwendungsmöglichkeiten in der Kieferorthopädie und bei der Herstellung von „unsichtbaren Füllungen“ auf. In der Diskussion zeigte sich, dass die Mehrzahl der russischen Kollegen aus der Praxis kam, so beschäftigten sie sich auch mit Fragen vor allem zu Problemen der klinischen Verarbeitung und den diversen Möglichkeiten, diesbezüglich Misserfolge zu vermeiden. Im Rahmen der Jahrestagung fand eine Mitgliederversammlung der Gesellschaft mit der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes mit paritätisch deutsch-russischer Besetzung statt. Zum neuen Präsidenten der Gesellschaft wurde Prof. Klaus-Peter Lange, Berlin, zum Vizepräsidenten, Prof. Jewgeni A. Wolkow, Moskau, gewählt.  

Für interessierte Kollegen steht sowohl in Moskau als auch in Berlin jeweils ein Sekretariat zur Verfügung (Kontakt: E-Mail: ugoljew@t-online.de).

Professor Dr. Klaus-Peter Lange
Abt. für zahnärztliche Prothetik und Alterszahnmedizin,
Universitätsklinikum Charité
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

 



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