sg
01.04.14 / 00:01
Heft 07/2014 Praxis
Versicherungen

Die Zusammenstellung macht’s

Oft sind es Liquiditäts- und Rentabilitätsüberlegungen, die Praxen zur Optimierung ihrer Sparpotenziale veranlassen. Möglichkeiten hierzu gibt es gerade bei der Kombination von Versicherungsschutz-Paketen für Zahnärzte und ihre Praxen.



Die Zusammenstellung von Versicherungspaketen sollte auf die individuellen Kundenwünsche abgestimmt sein. Foto: agneskantaruk – Fotolia.com

Bei der Überprüfung des Versicherungspakets können Straffungen oder sorgfältig geprüfte Ergänzungen des bisherigen Versicherungsumfangs sinnvoll sein. Bei einer derartigen Optimierung besitzen die zuständigen Mitarbeiter der jeweiligen Versicherungsgesellschaft eine wesentliche Bedeutung. Zur Einschätzung der Qualität ihrer Beratung gehört beispielsweise das individuelle Zusammenstellen von „Vertragsbausteinen“ innerhalb jeder einzelnen Versicherung. Die meisten Gesellschaften bieten derartige Selektionsmöglichkeiten bei ihren unterschiedlichen Produkten an, so dass sich ein auf den individuellen Bedarf der Praxis ausgerichteter Versicherungsschutz meist weitgehend realisieren lässt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, zusätzliche Verbesserungen zu erreichen. Die folgenden Hinweise können dabei helfen:

• Mit einem vertretbaren Selbstbehalt kann gleichzeitig eine Prämienersparnis erreicht werden.

• Prämienrabatte werden meist dann gewährt, wenn verschiedene Versicherungen beim gleichen Versicherer abgeschlossen werden. Je nach Anbieter werden ent- sprechende Rabatte gewährt, wenn dort beispielsweise auch eine Kraftfahrzeugversicherung geführt wird.

• Wenn der Neubau einer Immobilie geplant ist, sollte bei verschiedenen Versicherern nach einem Prämiennachlass gefragt werden.

• Versicherer bieten oft einen sogenannten Kompaktschutz, der zum Beispiel Gebäudeversicherungen mit Haftpflichtversicherungen kombiniert. Bei einem Vergleich dieser Prämien mit jenen Prämien, die bei einem individuellen Abschluss jeder einzelnen Versicherung gezahlt werden müssten, können erhebliche Preisvorteile entstehen.

• Bei einer geplanten Versicherung gegen Elementarschäden wie Überschwemmungen oder Erdbeben sollte der Versicherer im brancheninternen Computerprogramm „Zürs“ („Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen“) nachsehen, ob und in welchem Umfang die jeweilige Immobilie von Naturereignissen bedroht ist. So kann der diesbezügliche Versicherungsschutz optimal angepasst werden.

• Möglicherweise bietet der Versicherer Prämiennachlässe, wenn an einer Immobilie zusätzliche Sicherungsmaßnahmen gegen Einbrüche oder Naturgewalten vorgenommen werden.

• Es lohnt eine Prüfung, ob derselbe Versicherer im Internet mit kostengüns- tigeren Angeboten zu finden ist und worin eventuelle Unterschiede in Beratung und Leistung bestehen.

• Beim Vergleich der unterschiedlichen Angebote sollte Wert auf einen professionellen Notrufservice gelegt werden, der beispielsweise dafür verantwortlich ist, bei einem Schadensfall schnellstmöglich einen Handwerker zu besorgen.

• Natürlich regelmäßig überprüft werden sollte die Höhe der Versicherungssummen. Je nach Versicherung kann auch gegen relativ geringe Prämienerhöhungen ein erheblich höherer Versicherungsschutz erzielt werden.

• Als eine Form von Versicherung kann ebenfalls ein kontinuierlicher Vermögensaufbau angesehen werden. Geprüft werden sollte daher der rechtzeitige Aufbau einer Liquiditätsreserve, die spätere Renovierungsmaßnahmen finanziell erleichtert.

Michael Vetter
Fachjournalist für Wirtschaft
vetter-finanz@t-online.de



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