zm-online
01.11.06 / 00:10
Heft 21/2006 Praxis
Aromatherapie in der Praxis

Die wichtigsten ätherischen Öle

Die folgende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die wichtigsten ätherischen Öle und die ihnen zugesprochenen Wirkungen. Wichtig ist dabei, das Öl niemals unverdünnt auf Schleimhäute und Körper aufzutragen!




Anisöl wirkt schleimlösend, auswurffördernd und zeigt antimikrobielle Effekte. Im Gegensatz zu Antibiotika lässt es jedoch keine Keimresistenzen entstehen, da selbst gleiche Öle in ihrer Zusammensetzung immer etwas unterschiedlich sind.

Bergamottöl wirkt krampflösend, antiseptisch und desinfizierend. Einzusetzen bei allen Infektionen im Mund- und Rachenraum und bei schlechtem Atem. Als natürliches Nervensedativum wird es außerdem zur unterstützenden Behandlung von Depressionen und Angstzuständen verwendet.

Die positive Wirkung von Eukalyptusöl ist bei Erkältungskrankheiten schulmedizinisch anerkannt. Die Substanz löst den Schleim auf den Bronchien und geht effektiv gegen Viren vor. Darüber hinaus steigert EukalyptusÖl die Herztätigkeit und kurbelt so die Arbeitslust an.

Fenchelöl hat eine schleimlösende und antimikrobielle Wirkung und ist deshalb gut geeignet zur Behandlung von Erkältungskrankheiten sowie bei Magen- und Darmstörungen. Aufgrund seiner krampflösenden Wirkung setzen Ärzte Fenchelöl außerdem bei psychischer Labilität und ängstlichem Verhalten ein. Es stabilisiert das vegetative Nervensystem, wirkt beruhigend und entspannend.

Jasminöl wirkt vor allem auf emotionaler Ebene und ist daher besonders wertvoll bei psychischen und psychosomatischen Beschwerden.

Kiefernnadelöl verschafft durch seine schleimlösenden, entkrampfenden und antiseptischen Eigenschaften Linderung bei grippalen Infekten, Schnupfen, Husten, Bronchitis, Asthma, Hals- und Rachenentzündungen. Darüber hinaus empfehlen Ärzte Kiefernnadelöl bei Überreizung des vegetativen Nervensystems, bei Erregungszuständen, Schlaflosigkeit und Erschöpfung.

Kamillenöl wirkt aufgrund seiner antibakteriellen, entzündungshemmenden und entkrampfenden Eigenschaften gegen Entzündungen des Zahnfleisches oder der Mundhöhle. Darüber hinaus wird es als Sedativum gegen nervöse Unruhe oder Reizbarkeit eingesetzt.

Auf Grund seines antibakteriellen, antiviralen, antiseptischen und entzündungshemmenden Effektes ist Lavendelöl zur ergänzenden Therapie von Atemwegserkrankungen geeignet. Außerdem hat es einen schlaffördernden Effekt und wirkt als Stressblocker.

Melisse wird häufig bei leichteren Störungen des Allgemeinbefindens angewendet. Sie eignet sich besonders gut für empfindliche Menschen, die unter nervösen Magen-Darm-Beschwerden leiden. Darüber hinaus wird Melissenöl bei Unruhezuständen und Schlaflosigkeit eingesetzt.

Das Öl der Orangenblüte (Neroli) hat eine stark sedativ- antidepressive Wirkung. Seine Anwendung empfiehlt sich daher insbesondere bei Schlaflosigkeit, Nervosität und Angstzuständen. Es setzt die Amplitude der Herzmuskelkontraktionen herab und ist daher von Nutzen bei Herzklopfen und anderen krampfartigen Herzbeschwerden.

Pfefferminzöl wirkt schleimlösend und antimikrobiell und ist daher ideal bei Erkältungskrankheiten. Auch bei Spannungskopfschmerz ist Pfefferminzöl ein gutes Mittel.

Das aufwändig gewonnene und daher sehr teure Rosenöl hat eine stark ausgleichende Wirkung und wird bei Gürtelrosen, Lymphproblemen, Hautentzündungen, Herpes, Depressionen und Ängsten angewendet.

Sandelholzöl: Wegen seiner schleimlösenden und krampflindernden Eigenschaften wird es bei sämtlichen Entzündungen im Hals- und Rachenraum eingesetzt. Seine beruhigende und Stress abbauende Wirkung vermittelt Gelassenheit und trägt zur seelischen Ausgeglichenheit bei.

Das Öl des Ylang-Ylang- Baums wirkt entlastend bei hohem Blutdruck und übersteigerter Herzfrequenz. Darüber hinaus wird es bei Schlaflosigkeit oder Nervosität angewendet.



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