zm
01.08.15 / 00:02
Heft 15/2015 Praxis
KZBV-Service zum Download

Diese Kassen zahlen die PZR

Viele Kassen übernehmen die Kosten für die Professionelle Zahnreinigung (PZR). Da die Modalitäten jedoch höchst unterschiedlich sind, war eine adäquate Patientenberatung bisher schwierig. Jetzt schafft eine KZBV-Umfrage unter allen Kassen Abhilfe. Auf 14 Seiten zeigt sie detailliert, welche Kasse unter welchen Bedingungen wie viel der Kosten übernimmt.



Eine Professionelle Zahnreinigung ist nicht nur bei Patienten mit ersten parodontalen Problemen sinnvoll. Für eine ideale Beratung benötigt der Behandler jedoch auch die Leistungsbeschreibung der Krankenkasse – wie sie die Tabelle der KZBV-Umfrage liefert. Foto: Initiative proDente e.V.

Die Umfrage ergab, dass nahezu jede zweite Krankenkasse die PZR bezuschusst. „Dennoch wird diese sinnvolle Behandlung immer wieder zu Unrecht durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung als im Nutzen nicht belegte IGel-Leistung verunglimpft“, erklärt KZBV-Chef Dr. Wolfgang Eßer. „Hier besteht offensichtlich ein eklatanter Widerspruch zwischen den Zuschüssen zahlreicher Kassen und der Fundamentalkritik des MDK.“

Tatsächlich reichen die Zuschussregelungen der 124 befragten Kassen von einem Zuschuss zur PZR pro Jahr oder pro Termin bis zu ein oder zwei kostenfreien Zahnreinigungen jährlich in Zusammenarbeit mit ausgewählten Zahnärzten. Die Umfrage der KZBV schlüsselt die Angebotsvielfalt auf. Wie sieht die konkrete Leistung aus? Gibt es Absprachen mit KZVen? Oder kann der Zahnarzt frei nach der GOZ abrechnen? Die alphabetisch sortierte Tabelle erklärt es detailliert für jede der 61 Kassen, die an der Umfrage teilgenommen haben.

Hier finden Sie die Tabelle als PDF zum Download.

Info

Hintergrund:

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat im April 2015 eine Umfrage bei allen gesetzlichen Krankenkassen zu Zusatzleistungen bei der Professionellen Zahnreinigung (PZR) durchgeführt. Insgesamt haben 61 von – zum Zeitpunkt der Umfrage – 124 beim GKV-Spitzenverband gelisteten Kassen geantwortet. Die Umfrage wurde mit Frist zum 30. April gestartet.



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Kommentare

Leserkommentare (2)

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Zahnärztliche Mitteilungen Redaktion
26.01.16 / 16:33
PZR versus Betriebskosten

Sehr geehrter Herr Dr. Dörwald,
wir geben Ihnen Recht darin, dass eine PZR keine Behandlung von der Stange zulässt, sondern individuell ausgerichtet sein muss. Umso erfreulicher, dass dies auch die Kassen so sehen und sich an den Kosten beteiligen, die einen mehr, die anderen weniger. Dass die PZR kein geeignetes Instrument darstellt, um die Betriebskosten aufzuwiegen ist uns auch bewusst, war aber auch nicht Intention des Beitrags.


Ulf Dörwald
21.01.16 / 15:08
KASSEN ZAHLEN PZR ???

Liebe zm-Autoren,
mit dieser Überschrift die aktuellen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zu beschreiben ist doch schlichtweg ein Witz - eine sorgfältig durchgeführte Reinigung der Zähne bzw. Zahn- und Wurzeloberflächen - darum geht es doch - braucht einerseits qualifiziertes Personal bzw. qualifizierte und interessierte Behandler, die mit Küretten und Scalern umzugehen wissen und andererseits Zeit - auch zur Nachkontrolle der ZMF oder DH. Letztere (Kosten-)Faktoren, wie auch der Standort der Praxis bestimmen den Preis. Bei einem Zeitaufwand von erfahrungsgemäß mindestens 60 min. hätten Sie allenfalls als Schlagzeile " ... beteiligen sich, wenn auch unzureichend - an der PZR ..." schreiben dürfen. Insbesondere Laien und Patienten konfrontieren uns tagein tagaus in der Praxis mit solchen (Fehl-)Informationen und wir müssen langatmig und arbeitszeitvernichtend erklären, dass dem nicht so ist ...
Herzliche Grüße
Dr. Ulf Dörwald

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