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16.11.14 / 00:01
Heft 22/2014 Editorial

Editorial



Die Lebenswelten der Bürger zu stärken – darum soll es im neuen Präventionsgesetz gehen, wie der Entwurf jetzt zeigt. Inwieweit berechtigte Forderungen der Zahnärzteschaft nach einer besseren Versorgung von Null- bis Dreijährigen dort aufgegriffen werden können, bleibt noch offen. Foto: © designaart - Fotolia.com

Sehr geehrte Damen und Herren,

was lange von der Politik angekündigt wurde, geht jetzt in eine neue Runde: Gesundheitsminister Herrmann Gröhe hat den Entwurf für ein neues Präventionsgesetz präsentiert. Gesundheitsförderung und Prävention sollen insbesondere in den Lebenswelten der Bürger gestärkt werden. Die Leistungen der Krankenkassen zur Früherkennung von Krankheiten sollen weiterentwickelt und das Zusammenwirken von betrieblicher Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz verbessert werden.

Auf dem Deutschen Zahnärztetag in Frankfurt, der noch nicht ganz abgeschlossen ist, während diese zm-Ausgabe in Druck geht, sprach der Minister den Zahnärzten ein großes Lob aus, der Berufsstand habe sich vorbildlich aufgestellt und in Sachen Zahn- und Mundgesundheit viele Erfolge erzielt. Der Paradigmenwechsel hin zu mehr Prävention sei von den Zahnärzten wesentlich mitgetragen worden. In der Präventionspolitik setze man sehr auf die Erfahrungen im zahnärztlichen Bereich. Die Zahnärzte hätten es geschafft, eine Verhaltensänderung in diesem Land umzusetzen. Für den Berufsstand sind dies gute Botschaften. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich das weitere Gesetzgebungsverfahren gestaltet. Aus Sicht des Berufsstands gibt es noch wichtige offene Handlungsfelder in der Präventionsarbeit, so zum Beispiel bei der Betreuung und Versorgung von Kleinkindern im Alter zwischen null und drei Jahren. Darauf hatte der Berufsstand die Politik bereits mehrfach aufmerksam gemacht.

Wenn es um zahnmedizinische Prävention geht, ist natürlich die Zahnpasta nicht wegzudenken. Zähneputzen mit Zahnpasta ist der beste Weg zur Kariesvorbeugung, zur Zahnfleischpflege und zur Oralhygiene insgesamt. Die Titelgeschichte in diesem Heft bringt ein Update zu diesem Thema. Sie erklärt die Wirkungsweise von Zahnpasta, beschreibt die Inhaltsstoffe und geht ausführlich auf das richtige Putzen von freiliegenden Zahnhälsen ein. Und wer immer schon mal wissen wollte, wie die Streifen in die Zahnpasta gelangen, wird hier auch fündig. Eine gute Kariesprophylaxe gelingt nur mithilfe von Fluoriden. Es gibt laut Auskunft von Fachexperten eine ausgezeichnete Evidenz, dass Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta kariesprophylaktisch wirksam ist. Und alle Stellungnahmen zur Toxiziät von Fluorid in Zahnpflege- produkten stellen klar heraus, dass die dabei verwendeten Fluoridkonzentrationen so gering sind, dass sie keine gesundheitliche Gefährdung hervorrufen.

Szenenwechsel: Kommunikation ist ein Thema, das im Praxisalltag des Zahnarztes nicht wegzudenken ist – sei es im Umgang mit den Patientinnen und Patienten, im kollegialen Umgang und natürlich auch im Team. Wenn es zu Konflikten kommt, sind geeignete Strategien zur Deeskalation angesagt. Wie verhalten sich Frauen in Streitfällen? Der Beitrag im Heft über Lösungsstrategien bei interfemininen Konflikten bietet Nützliches und Informatives für den Ernstfall.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Prchala
Stellvertretende Chefredakteurin



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