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16.03.15 / 00:01
Heft 06/2015 Editorial

Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, während dieses Heft ausgeliefert wird, haben die letzten Stunden der Internationalen Dental-Schau (IDS) 2015 in Köln begonnen.



Die europäische Sicht: Aufschlussreich ist es, den Blick über die Grenzen hinweg zu wagen und beim Nachbarn zu schauen, wie das Leben dort so tickt. Das gilt auch für die zahnmedizinischen Versorgungssysteme. Im Sinne von Best Practise lassen sich viele neue Erkenntnisse gewinnen. Foto: © beugdesign – Fotolia.com

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

während dieses Heft ausgeliefert wird, haben die letzten Stunden der Internationalen Dental-Schau (IDS) 2015 in Köln begonnen beziehungsweise hat die Messe ihre Pforten bereits geschlossen. Wer nicht mehr alle Stände besuchen konnte oder wer sich jenseits der Messe informieren möchte, was die Dentalindustrie aktuell bietet, dem sei ein Klick auf unseren Internetauftritt unter www.zm-online.de empfohlen. Dort sind die Highlights der Messe zusammengefasst und stehen noch eine Weile online zur Verfügung.

Interessante Einblicke in die zahnärztliche Versorgung in Europa bietet eine neue gesundheitsökonomische Studie, die das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) gerade veröffentlicht hat (siehe Titelstrecke). Die EURO-Z-II-Studie zeigt einen System-vergleich über die Versorgungs- und Ver- gütungssituation in sieben europäischen Ländern. Aus der Studie geht hervor, dass in Europa sehr heterogene Gesundheitssysteme existieren. Ob ein System dem anderen überlegen ist, lässt sich nicht anhand von einzelnen Kennzahlen ablesen, vielmehr ist der Blick aufs Ganze angebracht. Das war auch das zentrale Ergebnis eines Workshops, den KZBV und BZÄK in der dänischen Botschaft in Berlin zur Vorstellung der Studie veranstalteten. Fazit dort: Kein System ist besser als das andere, aber im Sinne von Best Practice lässt sich viel vom europäischen Nachbarn lernen. Voneinander lernen – dieser Ansatz stand auch im Vordergrund bei einem interdisziplinären Symposium in Leipzig zur kindlichen Entwicklung. Zahnärzte, Kieferorthopäden, Neonatologen, Pädiater, Psychologen, Soziologen, Logopäden, Myofunktionstherapeuten und Sexualtherapeuten kamen zusammen, um über Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern in den ersten Lebensjahren zu diskutieren. Einigkeit bestand darin, dass neben dem medizinischen und dem zahnmedizinischen Bereich Experten aus weiteren Disziplinen in die Therapiekonzepte einbezogen werden sollten. Vor allem bei Spaltkindern ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen für eine erfolgreiche Rehabilitation förderlich.

Verständnis für die Prävention zu wecken, und zwar vom ersten Zahn an, darum ging es bei der Arbeitssitzung des Forums Zahn- und Mundgesundheit in Berlin. Wie man die Politik für die Präventionskonzepte der Zahnärzte gewinnen und die Prävention frühkindlicher Karies ins Präventionsgesetz überführen kann, war Gegenstand der Diskussionen zwischen Politik, Standespolitik und Wissenschaft.

Mit besten Grüßen
Gabriele Prchala
Stellvertretende Chefredakteurin



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