pr
01.05.15 / 00:03
Heft 09/2015 Editorial

Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, wenn es ums Lernen geht, spielen viele Faktoren eine Rolle. Einen interessanten lerntheoretischen Ansatz bietet der Schweizer Pädagoge Andreas Müller.



Neue Wege in der Wissensaneignung – bei der Ausbildung der Zahnmedizinischen Fachangestellten gibt es interessante Modelle für ein selbstbestimmtes, selbstverantwortliches und individualisiertes Lernen. Foto: Ermolaev Alexandr – Fotolia.com

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wenn es ums Lernen geht, spielen viele Faktoren eine Rolle. Einen interessanten lerntheoretischen Ansatz bietet der Schweizer Pädagoge Andreas Müller, der mit seinem Konzept „Relations and Questions are My Way to Success“ einen breit angelegten Weg zur Wissensaneignung geprägt hat. Es geht um einen ganzheitlichem Prozess. Lernen heißt, in einer guten Beziehung zu sich selbst und zu anderen zu stehen, sich mit einer gesunden Portion Neugier und den richtigen Fragen auf den Weg zu machen, das Ganze als selbstbestimmten Prozess zu begreifen und damit erzielte Erfolge als Element des Selbstvertrauens für sich zu verbuchen. Dieser Ansatz des individualisierten Lernens – oder „Learn it yourself“ – findet sich beispielsweise in einem Modell der Hamburger Berufsschule Gesundheitspflege bei der Ausbildung von Zahnmedizinischen Fachangestellten wieder. Auf der jüngsten BZÄK-Koordinierungskonferenz für ZFA wurde das Konzept vorgestellt. Die BZÄK hat die Herausforderungen der zunehmenden Heterogenität der Auszubildenden früh erkannt und sucht jetzt nach adäquaten, praxisrelevanten Lösungen. Die BZÄK sieht Kompetenzorientierung, selbstgesteuertes Lernen und Lerncoach-Beratung als sinnvolle Instrumente an, um den Unterricht so zu gestalten, dass er die heutige Berufsschülergeneration anspricht. Das Hamburger Modell schlägt einen solchen Weg ein. Die zm haben sich das Ganze einmal vor Ort angeschaut – die Titelgeschichte in diesem Heft wirft einen Blick hinter die Kulissen.

Die diesjährige IDS hat ihre Pforten zwar schon längst geschlossen, aber die dort vorgestellten Neuheiten wirken im Praxisalltag nach. Als unangefochtene Leitmesse und weltweiter Branchentreff Nummer eins für Zahnmedizin und Zahntechnik hat sie neue Impulse gebracht, Anregungen für die tägliche Arbeit des Zahnarztes gegeben und eine Vielfalt an Produkten, Praxislösungen und Informationen zusammengetragen. Unser redaktioneller Beitrag zur IDS-Nach-lese lässt die Highlights noch einmal Revue passieren, fokussiert, analysiert, erklärt und ordnet ein. Die Informationen werden abgerundet durch weitere Details und Videos im Netz . Neuigkeiten für Praxisgründer gab es am zm-Counter auf dem BZÄK-Stand der IDS. Der Hamburger Praxisberater Kjell Ole Kröger stand interessierten Zuhörern zur Verfügung und brachte allgemeingültige Handlungsempfehlungen, die man nicht außer Acht lassen sollte. Jede Praxisgründung ist zwar individuell, sie ist abhängig von diversen Voraussetzungen wie Spezialisierung, Standort oder Team. Krögers zehn Gebote helfen, sich als Praxisgründer zurechtzufinden. Die Tipps gibt es jetzt zum Nachlesen im Heft.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Prchala
Stellvertretende Chefredakteurin



Mehr zum Thema


Anzeige
Kommentare

Leserkommentare (0)

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können