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01.04.12 / 12:30
Heft 07/2012 Rezension

Ein Kinderbuch von einer Zahnärztin



Heike Henack: Vom Wünschen und Träumen. Engelsdorfer Verlag, 2011. ISBN: 978-3-86268-615-5 12,00 Euro

Wenn man drei Jahre alt wird, ist man doch schon groß, stellt sich Jasper an seinem 3. Geburtstag vor. Und gleichzeitig gibt es auch immer mehr schwierige und wichtige Fragen. Zum Beispiel: „Was ist überhaupt wünschen?“ „Was ist träumen?“ Und ... was ist ein „Dsahnarts“? Das ist nämlich der Beruf von Jaspers Papa. Er ist Zahnarzt. Irgendwie hat das etwas mit den Mündern von fremden Menschen zu tun. Manchmal fährt Jasper mit seiner Mutter in die Praxis. Was „Praxis“ heißt, wusste er am Anfang nicht. Er will sowieso nur in der großen Spielecke sein. Witzig findet er das „Schlafzimmer“ mit der weißen Liege, die hoch und runter fahren kann. Mit einem kleinen runden Zwergenspiegel schaut sein Vater nach, ob er seine Zähne auch ordentlich geputzt hat. Wieder in seinem Bettchen träumt sich Jasper durch Fußballfelder mit Großmüttern, Krokodilen, Prinzen und Prinzessinnen, Mondgesichtern und Zauberern. Die Zahnärztin und zweifache Mutter Heike Henack aus Radeberg bei Dresden taucht in ihrem ersten selbst getexteten und illustrierten Kinderbuch auf knapp 50 Seiten in die Fantasie- und Traumwelt eines dreijährigen Jungen ein, der sich unter anderem seine eigenen Gedanken über die Zahnarztpraxis des Vaters macht.



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