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01.12.15 / 00:02
Heft 23/2015 Der besondere Fall ohne CME
Behandlung von längsfrakturierten Zähnen

Es geht auch ohne Extraktion

Wenn während einer Wurzelkanalbehandlung der Zahn frakturiert, stehen alle Alarmsignale auf rot. Doch trotz der infausten Prognose durch die komplette Längsfraktur fand der Behandler schließlich eine Lösung, wie der Zahn erhalten werden konnte.




Eine 54-jährige Patientin wurde aufgrund einer Längsfraktur, die während einer Wurzelkanalbehandlung im Rahmen eines Studentenkurses und derzeitiger medikamentöser Einlage an Zahn 15 eintrat, in der Poliklinik für Zahnerhaltung des Universitätsklinikums Münster vorstellig. Während die allgemeinmedizinische Anamnese unauffällig war, zeigte sich klinisch nach Entfernung der vorhandenen mod-Glasionomerzementfüllung ein deutlicher Frakturspalt in mesial- distaler Ausrichtung am Boden der Kavität (Abbildung 1). Darüber hinaus war auf der Röntgenaufnahme des Vorbehandlers eine apikale Aufhellung zu erkennen (Abbildung 2).

Einzige Therapieoption bei der vorliegenden Diagnose ist in der Regel die Extraktion des betroffenen Zahnes mit anschließender Brücken- oder Implantatversorgung. Da die Patientin eine Brückenversorgung mit der Begründung des Zahnhartsubstanzverlusts bei Präparation von Zahn 16 und 14 und auch eine Implantatversorgung aus Kostengründen ablehnte, äußerte sie den dringenden Wunsch nach einer Therapiealternative.



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