pr
16.04.03 / 00:12
Heft 08/2003 Politik
Eröffnung des neuen Verwaltungs- und Fortbildungszentrums in Frankfurt

Gute Visitenkarte der hessischen Zahnärzte

Am 14. März 2003 wurde das neue Verwaltungsgebäude der Landeszahnärztekammer Hessen mit einem Festakt offiziell eröffnet. Neben dem Sitz der Kammer dient es vor allem der Fortbildung von Zahnärzten und Praxispersonal




Das moderne und architektonisch ansprechende Gebäude in der Bürostadt Niederrad beherbergt in seinem unteren Teil die Kammerräumlichkeiten. Bei der Planung war die Kammer, die dort Mieter ist, beteiligt. Die Lehreinrichtungen und die technische Ausstattung entsprechen dabei modernsten Anforderungen: So stehen ein Hörsaal für mehr als 120 Personen, weitere fünf Fortbildungsräume für insgesamt über 100 Personen, sowie Räumlichkeiten mit Phantomköpfen und Behandlungseinheiten zur Verfügung.

Seit 1971 hatte die Kammer gemeinsam mit der KZV Hessen ihren Sitz in der Lyonerstraße. Aus baulichen wie wirtschaftlichen Gründen musste der alte Gebäudetrakt im Jahr 2000 abgerissen werden und ein Neubau wurde erstellt. Die Kammer zog in ein Interimsquartier nach Wiesbaden. Seit November 2002 ist sie im neuen Gebäude in der Rhonestraße beherbergt, in unmittelbarer Nähe der KZV.

Kammerpräsident Dr. Michael Frank betonte in seiner Begrüßungsansprache, dass man mit der neuen räumlichen Lösung eine „gelungene Konzeption“ gefunden habe. Es handele sich um eine wirklich runde Sache, die im Sinne der Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit den hessischen Kollegen Dienstleistung anbiete. Ganz im Vordergrund stehe dabei ein Fortbildungsangebot aus allen Teilen der Zahnmedizin. Die Kurse, die von externen Experten abgehalten werden, erfreuten sich einer großen Nachfrage unter der Kollegenschaft und bei den Praxisteams. Gerade der Fortbildung komme in der Diskussion um Qualitätssicherung und um die aktuellen Pläne in der Gesundheitsreform eine große Bedeutung zu. Nicht ohne Stolz gab der Kammerpräsident einen ausführlichen Überblick über die Historie der Enstehung des Hauses und betonte dabei, dass man dabei stets im Einvernehmen mit der KZV geplant habe.

Weitsichtige Lösung

Die gute und intensive Zusammenarbeit unterstrich auch Dr. Jürgen Fedderwitz, KZV-Chef in Hessen und gleichzeitig amtierender Vorsitzender der KZBV. Sie sei prägendes Element in Hessen. Das neue Gebäude sei eine „gute Visitenkarte der hessischen Zahnärzte.“

Der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp gratulierte der Kammer, die „in solch schweren Zeiten den Mut aufbringt, in die Wege zu leiten, was unpopulär scheint, aber dennoch weitsichtig war.“ Es sei damit ein weiterer Grundstein für eine hochstehende Fortbildung gelegt worden. Das zeuge davon, dass in der Kollegenschaft ein reges Interesse an einer Weiterqualifizierung herrsche. Damit würden staatliche Bestrebungen einer Zwangsfortbildung schon im Vorfeld abgewehrt.

Als Festredner war der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGMZK), Prof. Dr. Heiner Weber geladen. Anhand von vielen Beispielen brachte er den Gästen nahe, wie eine zukunftsorientierte Zahnmedizin aussieht. Dabei wurde deutlich, dass der Wissenszuwachs im Fachgebiet und neue Trends eine ständige Fortbildung des Zahnarztes unerlässlich machen. Das gilt insbesondere für die Präventionsorientierung in der Zahnmedizin und die Verbindungen zur Medizin. Die Inhalte der völlig veralteten Approbationsordnung würden den Anforderungen von heute nicht mehr gerecht.

In einem Tag der offenen Tür am 15. März waren sowohl die hessischen Zahnärzte und ihre Teams wie auch die allgemeine Öffentlichkeit eingeladen, sich von der neuen LZKH ein Bild zu machen.



Anzeige
Werblicher Inhalt