zm-online
16.06.03 / 00:11
Heft 12/2003 Zahnmedizin
Der besondere Fall

KFO-Therapie hilft Prothese stützen

Der vorliegende Fall aus einer Hamburger Zahnarztpraxis zeigt ein außergewöhnliches Procedere bei der Eingliederung einer Unterkieferprothese. Mittels einer kieferorthopädischen Behandlung gelang es schließlich.




Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Kfo ermöglicht dentale Abstützungen einer Unterkieferprothese durch Einordnung eines retinierten Eckzahnes.

Im August 2001 plante ich bei einem 63- jährigen Patienten im Unterkiefer multiple Extraktionen. Die vorhandenen Restaurationen in Form von Brücken standen wegen generalisierten Knochenrückgangs zur Entfernung. Die prothetische Lückenversorgung sollte vorerst mittels einer Interimsprothese erfolgen. Nach der Entfernung der Frontzahnbrücke wurde die Spitze des retinierten Canini (33) sichtbar (Abb.1).

Es erfolgte eine Überweisung an einen Fachzahnarzt für Kfo.

Der Interimsersatz wurde umfunktioniert. Er wurde mit einer Extrusionsfeder versehen (Abb.3) und in den folgenden sechs Monaten um etwa vier Millimeter in Richtung Kauebene elongiert (Abb.2).

Im April 2002 konnte die teleskopierende Versorgung dieses Eckzahnes, sowie des Zahnes 37, vorgenommen werden (Abb.4). Damit erhöhte sich der Tragekomfort des ursprünglich geplanten, gingival gelagerten Zahnersatzes erheblich.

Der Patient war mit dem Ergebnis (für ihn primär der Tragekomfort) sehr zufrieden (Abb.5,6) und fand, dass sich die kieferorthopädische Behandlung gelohnt hatte.

Dr. Christian Fröhlich
Kleekamp 12
22339 Hamburg

Eva-Maria Iltzsch
Wacholderweg 2
22335 Hamburg



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