pr/pm
01.04.03 / 00:14
Heft 07/2003 Gesellschaft
Medizinhistorisches Museum der Charité Berlin

Liebevoll zusammengestellt: eine Ausstellung zur Zahntechnik

Im Medizinhistorischen Museum der Charité in Berlin wurde eine Sonderausstellung der Zahntechnik eröffnet. Bis zum Sommer 2003 ist eine kleine, aber feine Ausstellung zur Zahntechnik zu sehen.




Dahinter steckt eine Initiative der Zahntechniker- Meisterschule Berlin-Brandenburg. Auf einer Fläche von 40 Quadratmetern sind zwei zahntechnische Arbeitstische aus den zwanziger Jahren und über zweihundert Objekte aus den Bereichen Kautschukprothese, Hülsenkrone, Gusstechnik, Werkzeuge und Materialien ausgestellt.

Seit Jahrzehnten sammelt Zahntechnikermeister und Dipl. med. Päd. Klaus Reiche alte Werkzeuge, Materialien, Bücher, und historischen Zahnersatz. Er führt die Sammlung eines Oberlehrers weiter, der seit 1954 fleißig zusammentrug was alt aussah. An der Berliner Zahntechniker-Meisterschule wurde mit Hilfe von Absolventen, Meisterschülern, Industrien und Förderern die Sammlung vervollständigt. Aufrufe in der Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg ließen viele Ausstellungsstücke aus Kellern und verborgenen Winkeln auftauchen und fanden ihren Weg in die Meisterschule. In Abstimmung mit der Museums- leitung restaurierten Meisterschüler nach Feierabend und am Wochenende die Ausstellungsstücke.

Geplant sind Aktualisierungen der Ausstellung. Die Berliner Meisterschule sammelt alle historisch interessanten Objekte und freut sich über Spenden und Leihgaben. Willkommen ist auch die Mithilfe bei der Aufarbeitung historischer Zusammenhänge. pr/pm

• Ort: Museum auf dem Gelände der Charité

(www.bmm.charite.de), Schumannstr. 20/21,

10117 Berlin, Tel.: 030/450536-156/-122,

Fax: -905. Öffnungszeiten: Di-So 10-17 Uhr,

Mi 10-19 Uhr, Mo und an Feiertagen geschlossen.

Weitere Infos zur Ausstellung unter:

www.zahntechniker-meisterschule.de

INFO

Pathologisches Museum in der Berliner Charité

Am 27. Juni 1899 konnte Rudolf Virchow sein Pathologisches Museum in der Berliner Charité mit 20 833 Ausstellungstücken eröffnen. Das Museumsgebäude war der erste Teil seines neuen Pathologischen Institutes. Im 2. Weltkrieg wurde es zerstört und nicht wieder aufgebaut. Erst nach der Wiedervereinigung Berlins 1989 beschloss man den Wiederaufbau des Museums. Am 25. März 1998 öffnete das Medizinhistorische Museum an der Charité zum 100. Jubiläum der Virchow Ausstellung. Eine Etage des Museumsgebäudes zeigt wieder den ursprünglichen Stil. Acht Virchow-Vitrinen, die im Keller die Zeiten überdauert haben, wurden originalgetreu in einem Saal der dritten Ebene aufgestellt und mit etwa 1000 Präparaten gefüllt. pr/pm



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