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16.05.04 / 00:12
Heft 10/2004 Politik
10. ZMF-Kongress in Hamburg erfolgreich gelaufen

Neue Wege – neue Module

Im Jubiläumsjahr des NFI, Norddeutsches Fortbildungsinstitut für Zahnarzthelferinnen, demonstrierten die 140 Teilnehmerinnen am 10. ZMF-Kongress vom 23. bis 24. April in Hamburg den hohen Stellenwert des Berufsbildes. Die Themen drehten sich diesmal im Wesentlichen um die Karies-Prävention bei Kindern. Der Kongress stand unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Gülzow.




Alles ist in Bewegung – auch die Fortbildung zur ZMF. So wird das NFI künftig den Stoffplan statt in einem halben Jahr verteilt über verschiedene Module anbieten und so noch besser auf die Erfordernisse von Teilnehmerinnen und Praxen eingehen.

In diesem Jahr begeht das NFI das 25. Jahr des Bestehens. Das Gemeinschaftswerk der norddeutschen Zahnärztekammern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist weiter erfolgreich mit den Prophylaxe-, ZMF- und DH-Kursen.

Neben den Diskussionen über die Vorträge bot der Get-together-Abend im Hotel Europäischer Hof viele Gelegenheiten zum fachlichen Gedankenaustausch der Teilnehmerinnen.

Der Vorstandsvorsitzende der KZV Hamburg, Dr. (RO) Eric Banthien, bezeichnete die ZMFs als „Kommunikationsbrücke“ zwischen Zahnarzt und Patient. Die Kommunikation zwischen Zahnarzt und Patient läuft nach seinen Erfahrungen häufig so: Der Zahnarzt erklärt, was im Munde des Patienten getan werden sollte, der Patient nickt und bestätigt damit, dass er die Ausführungen verstanden hat – fragt dann aber nach der Verabschiedung des Zahnarztes nochmals die ZMF, was der Doktor denn nun wohl gesagt habe. „Die ZMF kann unsere zahnmedizinischen Ausführungen einfach besser übersetzen – und dafür danke ich Ihnen.“

Die Leiterin des NFI-Lehrbetriebes, Susanne Graack, erinnerte in ihren Ausführungen an den Beginn des ZMF-Kongresses in Hamburg. Sie betonte, dass der ZMF-Beruf sehr schön, aber auch anstrengend sei und eine ZMF im Beruf auch alt werden dürfe. Die an eine ZMF delegierte Arbeit könne nicht in Billiglohnländer exportiert werden, wie dies in anderen Branchen heute üblich sei.

Blickwinkel Berufspolitik

Den Abschluss bot der Hamburger Kammerpräsident Dr. Wolfgang Sprekels mit einigen aufschlussreichen berufspolitischen Ausführungen. Er informierte die Teilnehmerinnen über eine geplante Neugestaltung des gewohnten ZMF-Kurses als halbjährlichen, vollverschulten Kurs. Durch die gewohnte Kursform würden sicher der Zusammenhalt und das Wir-Gefühl innerhalb des Kurses gestärkt. Das führe häufig zu langjährigen Freundschaften. „Aber es gibt auch Stimmen, die sich nur für Teile des ZMF-Programms interessieren oder die Fortbildung lieber in Teilen absolvieren möchten.“ Daher werde das NFI künftig Module anbieten, die zusammen zum ZMF-Abschluss führen würden. „Wir werden sehen, wie dieser Vorschlag angenommen wird.“

Dr. Sprekels warb außerdem für den Besuch des nächsten DH-Kurses im Jahre 2005. „Wir hoffen, dass sich eine ausreichende Zahl qualifizierter ZMFs zur Aufnahmeprüfung meldet, denn die DH-Fortbildung ist eine weitere Qualifikationsstufe, die auf einem hohen Niveau stattfindet,“ erklärte Dr. Sprekels.

Gerd Eisentraut
Zahnärztekammer Hamburg
Möllner Landstr. 31
22111 Hamburg



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