sg
16.06.13 / 12:00
Heft 12/2013 Politik
KZBV-Kostenstrukturerhebung 2012

Rege Beteiligung erbeten

Will man als zahnärztlicher Berufsverband Anliegen in die Politik tragen, braucht man valide und verlässliche Daten, die die Ist-Situation der Zahnärzteschaft belegen. Nur so kann an der Gestaltung positiver Rahmenbedingungen für die Berufsausübung mitgewirkt werden. Deshalb führt die KZBV auch in diesem Jahr eine bundesweite Kostenstrukturerhebung in den Praxen durch, bei der die Kollegen um aktive Mitarbeit gebeten werden.



Wie sieht sie aus, die reale Situation der Zahnärzte in den Praxen hierzulande? Davon will sich die KZBV mit ihrer Kostenstrukturerhebung ein Bild machen. Foto: KEYSTONE

Um zuverlässige Aussagen über die wirtschaftliche Entwicklung im Berufsstand treffen zu können, werden ab Ende Juni dieses Jahres die Fragebögen für die Erhebung der notwendigen Daten von den KZVen an eine repräsentative Auswahl von Zahnarztpraxen verschickt. Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig. Die Aussagekraft der Erhebung hängt allerdings wesentlich von der Rücklaufquote ab. Nur ein Rücklauf zahlreicher Fragebögen sichert eine solide und aussagefähige Datenbasis. Diese wiederum ist unentbehrliche Grundlage für die Arbeit der KZBV, bei gesundheitspolitischen Weichenstellungen die Vorstellungen des Berufsstands faktisch mit Zahlenmaterial untermauern zu können.

Auch bei den aktuellen Diskussionen wird immer wieder deutlich, dass nur gute Argumente, die mit harten Fakten hinterlegt werden können, Beachtung finden. Gerade im Hinblick auf die durch das GKV-Versorgungsstrukturgesetz neu geschaffenen Möglichkeiten der Honorarfortschreibung ist eine solide Datengrundlage unerlässlich. Darüber hinaus ist die KZBV bis zum 30.09. eines jeden Jahres gesetzlich verpflichtet, die Höhe der Vergütungen für die zahnärzt-lichen Leistungen im Rahmen der Regelversorgungen beim Zahnersatz mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen zu vereinbaren.

Valide Daten erforderlich

Nach wie vor wird behauptet, in unseren Praxen schlummern betriebswirtschaftliche Reserven, die noch erschlossen werden müssten. Hier gilt es, insbesondere im Hin-blick auf die Auswirkungen der Reformen des Gesundheitswesens, gegenüber dem Gesundheitsministerium, den Krankenkassen und der Öffentlichkeit diesen Fehlinformationen hieb- und stichfeste Daten über die tatsächliche Situation entgegenzusetzen. Darüber hinaus kommt dem Nachweis der steigenden Praxiskosten besondere Bedeutung zu. Die Ergebnisse der KZBV-Kostenstrukturerhebung liefern zudem wertvolle Informationen für die notwendigen Vertragsgestaltungen in den einzelnen Ländern.

Um all diese Aufgaben bewerkstelligen zu können, ist die KZBV als Gremium der berufsständischen Selbstverwaltung auf einen breiten Rücklauf der ausgesandten Fragebögen angewiesen. Deshalb bittet die Bundesorganisation der Vertragszahnärzte nachdrücklich darum, sich die Zeit zu nehmen und den bewusst kurz gehaltenen Fragebogen auszufüllen. KZBV

Info

Anonymität bleibt erhalten

Die Kostenstrukturerhebung der KZBV wird in Zusammenarbeit mit den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen bei einem repräsentativen Querschnitt der in eigener Praxis niedergelassenen Zahnärzte durchgeführt. Die Auswahl der befragten Zahnärzte erfolgt nach dem Zufallsprinzip.

Datenschutzrechtliche Bedenken braucht man sich nicht zu machen: Auf die Anonymität der Einzeldaten wird großer Wert gelegt. So werden Namen und Anschriften der ausgewählten Zahnärzte nicht gespeichert, die Rücksendung der Bögen erfolgt ohne Absenderangabe. Die KZBV bittet daher alle angeschriebenen Praxen, den Fragebogen auszufüllen und in dem beiliegenden Umschlag ohne Absenderangabe so bald wie möglich an die KZBV zurückzusenden, auch dann, wenn nicht alle Fragen beantwortet wurden. Die KZBV dankt für Ihr kollegiales Verhalten und für Ihre Mitarbeit.



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