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16.07.14 / 00:03
Heft 14/2014 Politik
ZahniCampus

Sie machen den Weg frei

Fast zwei Jahre dauerte die Vorbereitung, jetzt ging der ZahniCampus endlich an den Start. Alumni und Körperschaften gehen mit ihrer Uni-Roadshow zum ersten Mal an alle 30 Zahnkliniken Deutschlands, um dem zahnärztlichen Nachwuchs Lust auf die Niederlassung zu machen.



Der Weg in die Freiberuflichkeit führt am ZahniCampus vorbei. Auch in Hamburg-Eppendorf stürmten die Zahnis den Stand. Foto: SL/BdZA

Konzipiert und umgesetzt hat die Aktion der Bundesverband der Zahnmedizinstudenten (BdZM) und der Bundesverband der zahnmedizinischen Alumni in Deutschland (BdZA). Unter dem Motto „Dein Weg in die Freiberuflichkeit“ touren sie seit Mitte Juni mit dem ZahniCampus für zwei Jahre quer durch Deutschland und fahren alle Zahn- kliniken an. Zwei bis drei Tage sind sie an jedem Standort. Ihr Ziel: die Kollegen in spe beim Berufseinstieg zu unterstützen.

Zusammen mit den Landeszahnärztekammern und den KZVen wollen sie in den direkten Austausch mit den Zahnis gehen und alle Fragen zum Übergang vom Studium in den Job beantworten. „Es ist unglaublich wichtig, dass die zahnärztliche Berufspolitik einen ganz, ganz engen Kontakt zum eigenen Nachwuchs pflegt“, begründet der BdZA-Vorsitzende und Initiator von ZahniCampus Jan-Phlipp Schmidt den engen Schulterschluss. „Die jungen Kolleginnen und Kollegen sind nicht nur die Zukunft unseres Berufsstands zur Sicherung der Mundgesundheit in Deutschland – vielmehr ist diese nachfolgende Generation weg- weisend im Hinblick auf den Erhalt der zahnmedizinischen Freiberuflichkeit, wie wir sie kennen und schätzen.“

Immer sind auch Experten vor Ort. Sie sollen möglichst viel Rüstzeug an die Hand geben, damit die Newcomer sich in der Vielfalt der Zahnmedizin zurechtfinden.

Fragen, was man sich sonst nicht traut

„ZahniCampus ermöglicht den Studierenden neben der persönliche Beratung mit den sogenannten Thinktanks die einzigartige Möglichkeit, mit Vertretern der Kammern und KZVen direkt in Kontakt zu kommen“, beschreibt Schmidt den Benefit für die Studierenden. „Durch die relativ kleine Gruppengröße in diesen Diskussionsrunden besteht hier die Chance, einmal offen das zu fragen, was man sich sonst nicht traut.“

Dabei sei ZahniCampus aber mehr als nur eine Veranstaltungsreihe: Wer an den Stand kommt, erhält ein individuelles Log-in für das Online-Portal, auf dem man den „Almanach für Zahnmediziner“ kostenfrei abrufen kann. „Hier werden in insgesamt sechs Bänden die Themen Vorklinik, Klinik, Examen, Dissertation, Assistenzzeit und Famulatur umfassend erläutert“, berichtet Schmidt. „Diese Inhalte haben wir in den vergangenen Jahren mühsam zusammengetragen. Diese digitale Wissenssammlung halten wir aktuell.“

Auftakt des ersten Besuchsblocks bildeten die Unis Tübingen, Rostock und Hamburg. „Gewünscht wurde seitens der Studierenden ein früher direkter persönlicher Kontakt zu Vertretern von ZÄK, KZV und Verbänden – ohne Hürden und auf Augenhöhe“, schildert Dr. Anja Seltmann, Referentin für die Belange der Zahnärztinnen in Hamburg, ihre Eindrücke von dem Get-Together an der Elbe. „Trotz digitaler Vernetzung scheint es allerdings ein Kommunikationsproblem bei Veranstaltungen dieser Art zu geben, da das Klinikmanagement sie nicht aktiv unterstützt.“ Den Wunsch der Studierenden nach frühen Informationsangeboten der Körperschaften bestätigt auch Dr. Peter Kurz, Hauptgeschäftsführer der Kammer. „Wichtig erscheint uns ein umfangreiches Niederlassungsseminar. Damit bieten wir Assistenten und Angestellten einen umfangreichen Überblick über die wesentlichen Fragen der selbstständigen Berufsausübung.“



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