spk
16.11.08 / 00:14
Heft 22/2008 Titel
Deutscher Zahnärztetag 2008 - Feierliche Eröffnung des Fachkongresses

Standespolitik – Praxis – Wissenschaft

Auch in diesem Jahr gab es in Stuttgart am Donnerstagabend wieder eine große Feierliche Eröffnung des gesamten wissenschaftlichen Programms. Vertreter aus Standespolitik, Praxis und der Wissenschaft zeigten eine enge Verbundenheit und Freundschaft für diese große Gemeinschaftstagung, die dieses Mal die Themen Ästhetik und Laser in der Zahnheilkunde auf dem Hauptprogramm hatte.




„Unsere Träume von heute sind die Ziele von morgen“, mit diesen Worten leitete der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Professor Dr. Thomas Hoffmann, die feierliche Veranstaltung ein und appellierte daran, dass die diesjährige Themenwahl durchaus ihre Berechtigung habe. „Auch wenn sie von manch einem Kollegen als futuristisch oder gar unwichtig abgetan wird, so hat sich die Bedeutung des Lasers in der täglichen Praxis ebenso etabliert wie die Bedeutung der Ästhetik in der Zahnheilkunde. Allerdings, so Hoffmann weiter, gelte es hier, die Ästhetik unter ethischen Maximen zu reflektieren und zu diskutieren. Beide Themen sind bewusst gewählt worden, um es den Teilnehmern zu ermöglichen, ihren routinierten Praxisalltag zu ändern und ihn den modernen Gegebenheiten und den Erfordernissen der aktuellen Zahnheilkunde anzugleichen. Der scheidende Präsident der Bundeszahnärztekammer Dr. Dr. Jürgen Weitkamp freute sich, dass diese Veranstaltung erneut bewies, dass das Fundament für zukünftige Zahnärztetage gelegt ist und damit eine feste Klammer um alle Teile des Berufsstandes spannt. Auch zeigt diese Veranstaltung erneut, dass der Berufsstand intern sowie extern gut aufgestellt ist und sich in der gesamten Gesundheitspolitik und am Gesundheitsmarkt sehr gut darstellen kann. Bezüglich der wissenschaftlichen Fortbildung forderte er: „Wir sollen nicht dem Extremen nachlaufen, sondern den Mainstream verwirklichen!“ sp

INFO

Mensch und Natur im 21. Jahrhundert

„Mensch und Natur im 21. Jahrhundert“, so lautete das Thema des Festvortrags, den Professor em Dr. Michael Succow aus Greifswald vor einem vollen Saal hielt und der Festveranstaltung damit das Sahnehäubchen aufsetzte. Succow ist alternativer Nobelpreisträger der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur. Der Referent stellte die allgemeinen Probleme der menschlichen Zivilisation dar und beschrieb alle Ängste und Hoffnungen, die die Menschheit derzeit bewegt. Mit der Fragestellung „das Projekt Natur geht weiter, aber wohin steuert das Projekt Mensch?“ erläuterte er die wesentlichen Faktoren des CO2-Haushalts und nahm die Zuhörer mit auf eine Weltreise in Sachen Ökologie. Er stellte die unterschiedlichsten Ökosysteme der Welt vor und erklärte ihre derzeitigen Veränderungen. Hier einige seiner Forderungen: Der Erhalt der Funktionstüchtigkeit der Ökosysteme solle Priorität bekommen, er forderte den bewussten Verzicht auf Nutzung, sowie die Nichtgestaltung der nicht vom Menschen genutzten Räume. Sein Fazit: Die einzige Naturschutzstrategie heißt Wildnis!



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