sg
01.01.16 / 00:02
Heft 01/2016 Praxis
Jährliches Bankgespräch

Steht Ihr Termin für 2016?

Ein Termin mit der Hausbank sollte einmal im Jahr obligatorisch sein – nicht nur, wenn es um Kredite geht. Sondern als Zeichen unternehmerischer Kompetenz. Unentbehrlich für dieses Gespräch ist eine gründliche Vorbereitung, denn es gilt: Wer sein „Unternehmen Zahnarztpraxis“ kennt, verbessert seine Verhandlungsspielräume.



Für ein Bankgespräch sollte man sich einmal im Jahr Zeit nehmen. zm-km

Grundsätzlich sollte in einem Vorgespräch mit der Bank persönlich oder telefonisch festgelegt werden, worauf sich beide Seiten vorbereiten wollen – und wer am Gespräch teilnimmt. Es kann irritierend auf den Gesprächsverlauf wirken, wenn ohne Vorankündigung ein zusätzlicher Bankmitarbeiter oder der jeweilige Ressortleiter mit am Tisch sitzt.

Wichtig für den Praxisverantwortlichen ist, dass er sich vor dem Gespräch mit den wichtigsten wirtschaftlichen Betriebszahlen seiner Praxis vertraut gemacht hat. Dies sind etwa Gesamtkosten, Mitarbeiterkosten, Abschreibungen, Jahresumsätze, Einkommensteuern, Umsatz oder Erlös. Grund: Diese Sachkenntnis verdeutlicht der Bank nicht nur die unternehmerische Kompetenz des Praxisinhabers. Mit dem Wissen über die wirtschaftliche Lage der Praxis können Zahnärzte gegenüber den ökonomischen Spezialisten von der Bank ihre Eigenschaft als verantwortungsbewusste Betriebsführer untermauern. Das gilt erst recht im Fall laufender Anfragen über Neukredite oder beantragte Kreditverlängerungen.

Welche Zahlen man kennen muss

Je nach Komplexität der wirtschaftlichen Lage der Praxis kann der Steuerberater am Gespräch teilnehmen. Wenn das geplant ist, sollte man die Bank darüber informieren. Im Gespräch selbst empfiehlt sich dann eine gewisse Rollenverteilung: Während der Praxisinhaber die Fäden in der Hand behalten sollte, kommt es dem Steuerberater zu, auf Detailfragen der Bank zu antworten. Auch dies suggeriert wirtschaftliche Kompetenz des Zahnarztes.

Zum Pflichtprogramm einer Gesprächsvorbereitung gehört es auch, die aktuellen Konto- und Kreditsalden, einschließlich der derzeitigen Zinssätze, sonstigen Kosten und Laufzeiten zusammenzustellen. Diese Informationen werden in der Regel von der jeweiligen Hausbank zur Verfügung gestellt.

Für das Gespräch sollte man darauf hinwirken, dass neben dem verantwortlichen Kundenberater auch der Mitarbeiter des Kreditmanagements daran teilnimmt. Dieser ist für die Bearbeitung und die nachfolgende Überwachung der Kundenkredite verantwortlich und arbeitet meist ohne Kundenkontakt im Hintergrund. Zur Stabilisierung und zur weiteren Intensivierung der Beziehung zwischen Kunde und Bank ist es sinnvoll, ihn in die Kommunikation einzubinden.



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