sg
16.05.15 / 00:03
Heft 10/2015 Politik
Präventionsgesetz

Suboptimales Ergebnis

Noch in dieser Legislaturperiode will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ein Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention verabschieden. Während Gröhe naturgemäß die Vorzüge seines vorliegenden Gesetzesentwurfs preist, sehen Akteure im Gesundheitsbereich noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. Auch für die zahnärztlichen Berufsorganisationen fehlen im Entwurf bislang entscheidende Punkte.



Prinzipiell begrüßen die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), dass mit dem geplanten Gesetzesvorhaben Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland gestärkt und die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zur Vermeidung und Früherkennung von Krankheiten weiterentwickelt werden sollen. Der Entwurf des Präventionsgesetzes enthält nach Auffassung von BZÄK und KZBV gute Ansätze. So unterstützen beide zahnärztlichen Organisationen die im Gesetzentwurf niedergelegten präventionspolitischen Inhalte zur Verhaltensprävention, zur Eigenverantwortung, zu zielgruppenspezifischen Präventionsansätzen, zur Evaluation von präventiven Maßnahmen sowie deren Qualitätssicherung und zur Verringerung sozial bedingter Ungleichheiten von Gesundheitschancen durchlebensweltbezogene Setting-Ansätze. Auch die Absicht, dass Ärzte und Zahnärzte Präventionsempfehlungen den Patienten gegenüber aussprechen sollen, wird von BZÄK und KZBV unterstützt, denn gerade sie erreichten in ihren Praxen gezielt diejenigen Menschen, die präventive Maßnahmen auch tatsächlich benötigen. Auf die durch das Gesetz intendierte Fokussierung auf Gesundheitsziele, deren Formulierung und Evaluation ist die Zahnärzteschaft gut  vorbereitet, zeigen sich BZÄK und KZBV überzeugt. Gerade die Ergebnisse der zahnmedizinischen Prävention insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zeigten, wie Verhaltensprävention erfolgreich umgesetzt werden kann.



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