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01.05.15 / 00:01
Heft 09/2015 Gesellschaft
Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte in Thailand

Wasserknappheit trotz Monsun

Eine unzureichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist weltweit die Hauptursache für Krankheiten und Todesfälle. Jedes Jahr sterben deswegen 1,5 Millionen Kinder. In Thailand konnten dank Charity-Projekten mehrere Hundert Schulen mit Trinkwasser versorgt werden – unter anderem durch die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte.



Geld für Reparatur: Mithilfe des HDZ konnte die defekte Wasseraufbereitungsanlage in Sridoyen instand gesetzt werden. Jetzt produziert die Anlage wieder rund 300 bis 400 Liter Wasser mit Trinkqualität. Diese Menge reicht für die gesamte Schule. Foto: privat

Etwa drei Milliarden Menschen haben weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auch in Thailand ist die Versorgung teilweise noch immer unzureichend. Eine Trinkwasseraufbereitung nach fortschritt- licheren Standards gibt es in der Hauptstadt Bangkok. Doch in den nördlichen Provinzen Thailands, zum Beispiel in Chiang Rai, Mae Hong Son, Chiang Mai, Phayao, Nan, Lampang, Lamphun und Phrae, müssen die Bürger bis heute von sogenanntem Oberflächenwasser leben – während der Regenzeit sammeln sie das Wasser in Zisternen. Der Norden Thailands umfasst eine Fläche von 170 000 Quadratkilometern und grenzt an Burma und an Laos. Es ist die Heimat von Thailands ältester Zivilisation und berühmt für seine Hill Tribes, die gastfreund- lichen und überaus höflichen Bergvölker. In kleinen Dorfschulen mit 200 bis 300 Schülern werden die Kinder hier beschult. Die zentrale Verwaltung stellt dafür sogar finanzielle Mittel zur Verfügung, diese werden aber genutzt, um die Schulgebäude instand zu halten. Für weitere Maßnahmen – wie zum Beispiel die Sicherstellung von Trinkwasser – fehlen die Finanzen.

„Clean Drinking Water for Schools“: Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Charity-Projekt des Rotary Club of Bangkok South (RCBS). Seit 1996 wurden mehr als 550 Wasseraufbereitungsanlagen vornehmlich im Norden Thailands installiert. Seit 2001 kommt eine Umkehr-Osmose-Technologie zum Einsatz. Mit einem Reosmosefiltersystem produziert die wartungsarme Anlage 300 bis 400 Liter Wasser mit Trinkqualität. Diese Menge reicht für eine Schule mit 250 Schulkindern.



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