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01.12.15 / 00:03
Heft 23/2015 Politik
Parlamentarischer Abend der DG PARO

„Wir brauchen die Unterstützung der Politik“

Wie kann man die Volkskrankheit Parodontitis besser in den Griff bekommen? Und wie ist der Stand der Dinge, was die Neubewertung der Parodontaltherapie im G-BA angeht? Zwei der Fragen, die Experten der Wissenschaft, der BZÄK und der KZBV sowie Patientenvertreter auf dem Parlamentarischen Abend der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) am 14. Oktober in Berlin diskutierten.




Parlamentarische Abende dienen dem Ziel, den Informationstransfer in die Politik zu fördern und den Kenntnisstand der Beteiligten zu verbessern. Konkret sollte – neben dem wissenschaftlichen Input – vor allem für Aspekte der Patientenversorgung sensibilisiert werden. Anlass war die von den Patientenvertretern im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eingebrachte Initiative zum Stand der PAR-Behandlung in der GKV.

Hintergrund: Die Patientenvertreter hatten im Herbst 2014 den Antrag gestellt, die systematische Behandlung von Parodontopathien neu zu bewerten. Das war der Auftakt einer neuen Initiative zur Versorgung von PAR-Erkrankungen (siehe zm 19/2014). Diese Initiative, der sich die Trägerorganisationen des G-BA angeschlossen hatten, wird in den nächsten Monaten – dem methodischen Vorgehen im G-BA entsprechend – vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG) analysiert. Ergebnisse des aufwendigen Verfahrens sind frühestens Ende 2016 zu erwarten.

Der KZBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Eßer unterstrich das nachhaltige Engagement der Zahnärzte für eine bessere orale Prävention. Bei der Bekämpfung von Karies habe sich dies schon als sehr wirkungsvoll erwiesen. Im Bereich der Parodontalerkrankungen stehe der Berufsstand vor großen Herausforderungen. Hier gelte es, an die Erfolge in der Kariesprävention anzuknüpfen. Eßer zufolge weisen die gegenwärtigen G-BA-Richtlinien bei der Parodontalbehandlung drei gravierende Problemfelder auf: Zum Ersten sei die aktive Mitwirkung der Patienten bei der Therapie notwendig, diese könne aber von Menschen mit motorischen und kognitiven Einschränkungen nicht erfüllt werden.



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