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16.08.13 / 00:02
Heft 16/2013 Politik
Neue KZBV-App

Zahnarztsuche per Smartphone

Das Smartphone gehört für viele Deutsche zu den meistgenutzten Alltagsgegenständen. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen online auch nach einem Zahnarzt umsehen. Die KZBV will den Patienten dafür jetzt eine komfortable und sichere Lösung anbieten: die Zahnarztsuche-App.



Der KZBV-Vorsitzende Dr. Jürgen Fedderwitz trägt sich in die Datenmaske für die Zahnarztsuche-App ein. Foto: zm

Seit dem 1. Juli können sich alle Vertragszahnärzte für die neue KZBV-App „Zahnarztsuche“ über eine webbasierte Datenmaske registrieren. „Wir wollen den Patienten mit der App helfen, an jedem Standort in Deutschland schnell und unkompliziert einen Zahnarzt zu suchen und zu finden“, sagt der KZBV-Vorsitzende Dr. Jürgen Fedderwitz.

Bei der Registrierung unter https://appdaten.kzbv.de müssen Zahnärzte nur wenige Pflichtfelder ausfüllen, weitere freiwillige Angaben sind möglich. Nach der Eingabe kann der Zahnarzt seine Daten mithilfe einer elektronischen Signatur (ZOD – Zahnärzte Online Deutschland) bestätigen oder das Dokument mit seinen Daten ausdrucken und unterschrieben an die KZBV senden. Erst wenn der Datensatz erfolgreich elektronisch signiert oder das unterschriebene Dokument bei der KZBV eingegangen ist, werden die Daten für die App freigeschaltet.

„Die App wird veröffentlicht und zum kostenlosen Download bereitgestellt, wenn sich genügend Zahnärzte eingetragen haben“, erklärt Fedderwitz. „Unsere App ist ein einfacher, sicherer und kostenfreier Weg für den Zahnarzt, sich in einem modernen Medium darzustellen. Die Anmeldezahlen gehen rapide nach oben. Ich kann nur jedem Kollegen raten: Machen Sie schnell mit!“

Daten werden geschützt

Die KZBV hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die App zusammengestellt.

Wie können sich Berufsausübungsgemeinschaften eintragen?

Aus rechtlichen Gründen muss sich jeder Zahnarzt – auch wenn er in einer Berufsausübungsgemeinschaft arbeitet – einzeln eintragen. Denn jeder Zahnarzt muss der KZBV per elektronischer Signatur oder durch seine Unterschrift seine Einwilligung geben, in der App aufgeführt zu werden. Im Suchergebnis werden die Zahnärzte aus Berufsausübungsgemeinschaften mit ihren Daten einzeln aufgelistet.

Warum müssen die Daten per elektronischer Signatur oder Unterschrift bestätigt werden?

Das hat rechtliche Gründe. Um sicherzugehen, dass der Zahnarzt mit der Verwendung seiner Daten einverstanden ist, muss er seine Einwilligung geben. Dies kann schriftlich, das heißt mit einer Unterschrift auf dem Postweg, oder durch eine qualifizierte elektronische Signatur erfolgen.

Wo werden die Daten gespeichert?

Die eingegebenen Daten werden in den geschützten Datenbanken der KZBV gespeichert.

Wie lange bleiben die Daten gespeichert?

Die Daten bleiben so lange gespeichert, bis die Einwilligung dazu schriftlich widerrufen wird. Das ist jederzeit möglich.

Können die Daten später geändert werden?

Ja, geänderte Daten (zum Beispiel eine neue Praxisanschrift) können der KZBV schriftlich mitgeteilt werden.

Was ist in der App sichtbar?

In der App werden nur Daten angezeigt, die der Zahnarzt selbst in die Datenmaske eingetragen hat. Es werden keine Daten aus anderen Quellen ergänzt (zum Beispiel von der Praxis-Website).

Wonach können Patienten suchen?

Patienten können Zahnärzte zum einen über eine Karte suchen, die den eigenen Standort und die nächstgelegenen Praxen anzeigt. Zum anderen gibt es eine Textsuche, bei der nach Ort oder Postleitzahl gesucht werden kann. Auch eine gezielte Suche nach Spezialgebieten und besonderen Angeboten (Betreuung von Angstpatienten, Haus-/Heimbesuche, barrierefreie Praxis) ist möglich.

Auf welchen Smartphones läuft die App?

Die App läuft auf Smartphones mit den Betriebssystemen iOS und Android. Für andere Betriebssysteme gibt es eine Webversion, die über den Browser des Smartphones aufrufbar ist.



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