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07.11.14 / 10:02
DTZT

Der individualisierte Patient im Fokus

Mit einem fulminanten Vortrag des Pathologen Prof. Dr. Dr. Manfred Dietel hat zur Stunde der wissenschaftliche Teil des deutschen Zahnärztetages begonnen.



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Der Forscher der Charité in Berlin zeigte moderne Methoden der Pathologie, die heute allein auf Zellebene stattfinden. Er machte deutlich, dass inzwischen bekannt ist, warum eine Zelle durch sogenanntes Dauerwachstum zur Krebszelle wird.

Nur der Patient als Individuum ist therapierbar

Hier einzugreifen sei heute in vielen Bereichen möglich. So sei zum Beispiel auch beim Colon CA bekannt, dass rund 50 Prozent dieser entarteten Zellen mutiert sind und deswegen ein Enzyminhibitor nicht greift. Als Konsequenz werden alle Tumorpatienten zuerst einer immunologischen und molekularpathologischen Untersuchung zugeführt, um zu erkennen, welche Therapiemethode für sie die richtige ist.

Auch beim malignen Melanom gibt es bei einigen Patienten durchaus die Möglichkeit, auf Zellebene therapeutisch tätig zu werden. Zwar gibt es keine Heilung, aber durchaus die Möglichkeit der Erkrankung lebensqualitätsverbessernd zu begegnen.

Fulminanter Auftaktvortrag

Dieser Vortrag zeigte die molekularen Details und machte deutlich, warum es so entscheidend ist, den Patienten als Individuum zu betrachten, um ihn erfolgreich therapieren zu können. Die Vorträge der kommenden zwei Tage beschäftigen sich dann mit der individualisierten zahnmedizinischen Prävention sowie Therapie auf allen Ebenen vom Zahnkeim bis zum Weisheitszahn, wie Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke, Präsidentin der DGZMK, in ihrer Eröffnungsrede zum Wissenschaftskongress formulierte.


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