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28.10.16 / 12:56
Interview

"Der Freundeskreis ist nicht beliebig vergrößerbar!"

Sie sehen sich als treibende Kraft der deutschen Zahnmedizin nach Hitler-Deutschland. Die Vertreter der Neuen Gruppe setzten immer auf Klasse statt Masse - und tun es immer noch. Beitreten dürfen nur Auserwählte. Ihre Präsidentin Dr. Simone Simon erklärt die Hintergründe.




zm-online: In der Öffentlichkeit werden Sie nicht so stark wahrgenommen. Ist das gewollt?

Simone Simon: Nein, eigentlich nicht. Da wir ein kleiner Verein sind, können wir nur in bescheidenem Maße Pressearbeit machen. Im letzten Jahr haben wir unsere Homepage aktualisiert. Hier werden zeitnah die neu angebotenen Kurse und Seminare eingestellt und später die Kursberichte veröffentlicht. Besucher der Homepage können den Newsletter abonnieren, der zweimal im Jahr über die Aktivitäten der Neuen Gruppe informiert.

Was ist denn das Alleinstellungsmerkmal der Neuen Gruppe?

Im Unterschied zu anderen Vereinigungen sehen wir uns nicht nur als Verein zur Organisation von erstklassigen Fortbildungen, sondern verstehen uns als Freundeskreis. Die engen persönlichen Beziehungen zwischen den Mitgliedern machen die besondere Atmosphäre der neuen Gruppe aus. Wir sind ein kleiner Kreis mit zurzeit 141 Mitgliedern. Kollegen, die interessiert sind, aktiv in der Neuen Gruppe mitzuwirken, haben auf unserer Jahrestagung und besonders bei den Seminaren und Kursen Gelegenheit, sich mit möglichst vielen Mitgliedern bekannt zu machen.

Die Aufnahme als Mitglied unterliegt einem Auswahlverfahren und verpflichtet jedes Mitglied regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen der Vereinigung teilzunehmen und mit eigenen wissenschaftlichen und praktischen Beiträgen aktiv mitzuarbeiten. Unser Freundeskreis ist nicht beliebig vergrößerbar, ohne den angestrebten Charakter zu verlieren. Daher ist eine Mitgliedschaft auf Antrag nicht möglich, sondern es bedarf zweier Bürgen aus dem Kreis der Mitglieder, die eine Eignung als Kandidat befürworten.

Der Fortbildungsmarkt für Zahnärzte ist heute enorm groß. An Land, auf dem Wasser, ja selbst am Polarkreis kann man sich fortbilden. Inwiefern spürt die Neue Gruppe diesen Wettbewerbsdruck?

Sowohl unser Jahreskongress wie auch die Seminare im In- und Ausland werden nicht nur für Mitglieder, sondern auch für externe Kollegen organisiert. Wir spüren den Wettbewerbsdruck eher beim Jahreskongress. Die Seminare sind immer sehr gut besucht. Neuerdings werden diese in Kooperation mit der APW angeboten. Erfreulicherweise genießt die Neue Gruppe bei den Referenten einen sehr guten Ruf, so dass sie gerne auf unseren Veranstaltungen auftreten.

Die Neue Gruppe will wissenschaftliche Erkenntnisse vermitteln - worauf setzen Sie 2016?

Die 50. Jahrestagung befasst sich mit der „Synoptischen Zahnheilkunde“. Dies ist eigentlich das Thema der Neuen Gruppe. Ihre Mitglieder sind vielfach Spezialisten aus allen Gebieten der Zahnmedizin, oft sind sie als Referenten tätig sind, aber auch Generalisten gehören zu unseren Mitgliedern. Der freundschaftliche kollegiale Austausch mit den Kollegen der verschiedenen Fachrichtungen ist das, was die Neue Gruppe ausmacht. 


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