Dr. Arnim Weidler
14.02.17 / 00:00
Leserbriefe

Arbeitet irgendjemand für die Ehre?



Serge Nivens - Fotolia

Zum Titel: „ERGO Direkt/2te-ZahnarztMeinung – Ein Geschäftsmodell spaltet“, zm 3/2017, S. 18–22

Dr. Peter Engel ist mir seit den gemeinsamen „Kieler Zeiten“ ans Herz gewachsen, weil er schon während seiner Studentenzeit immer die Patienten in den Mittelpunkt der Behandlung gestellt und Gewinnmaximierung – in welcher Form auch immer – und Kostenminimierung um jeden Preis abgelehnt hat.

Was die ERGO angeht, so habe ich über Jahrzehnte tiefe Einblicke in die Struktur und die Arbeitsweise, in die Kundenbetreuung und das Marketing gewonnen. Eins muss man ihr lassen: Die Jungs und Mädels von der ERGO haben pfiffige Ideen!

Wenn z. B. ein Patient bei der ERGO Direkt eine Zahnzusatzversicherung abschließen möchte, wird der Zahnarzt von der ERGO gebeten, Fragen über Fragen zu beantworten. Stellt man dann ein minimales Honorar einschließlich Porto in Rechnung, bekommt man die Auskunft, dass die monatlichen Versicherungsbeiträge so knapp kalkuliert sind, dass die Auskunft nicht honoriert werden kann.

Und dann kommt noch Holger Lehmann, der die vielen Beutel- und Halsabschneider entlarven möchte. Von wem wird Herr Lehmann eigentlich bezahlt? Oder arbeitet er aus Nächstenliebe heraus ehrenamtlich – so wie die Berater und Vermittler von Fußballspielern?

Als langjähriger Privatgutachter, ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht, Mitglied im Wirtschaftlichkeits- und Beschwerdeausschuss kann ich nur sagen: Schwarze Schafe gibt es – aber in welcher Größenordnung? So sind sie, die Rheinländer: erst einmal auf dicke Hose machen und dann ein Alt trinken!

Meinen Entschluss, 1975 nach dem Studium aus Düsseldorf nach Kiel zu gehen, habe ich bis heute nicht bereut. „Mehr als Schleswig-Holsteiner kann der Mensch nicht werden!“, Herr Lehmann.

Dr. Arnim Weidler,
Neumünster


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