Dr. Jochen Bremer
14.02.17 / 00:00
Leserbriefe

Die Wortwahl ist erschreckend



Sergey Nivens - Fotolia

Zum Titel: „ERGO Direkt/2te-ZahnarztMeinung – Ein Geschäftsmodell spaltet“, zm 3/2017, S. 18–22

Ich bin entsetzt. Über den Schreibstil, die Wortwahl. Da reiht einer Begriffe wie „Nestbeschmutzer, windige Geschäftsleute, Profitgier, hinters Licht führen“ usw. hintereinander. In Zeichen ausgedrückt, machen diese Beleidigungen des Herrn Lehmann gefühlt 30 Prozent seines Textes aus.

Solche Kollegen, wie die von ihm erwähnten, gibt es sicherlich. Aber ich denke, sie sind eine Minderheit, und, wie Rüpel im Straßenverkehr, durch solche verbalen Ausfälle nicht zu treffen. Bezeichnend der Abschluss der Beiträge: der eine „mit freundlichen Grüßen“, der andere „nicht meins“. Herr Dipl.-Kfm. Lehmann: Warum geht mir während der ganzen Schreiberei Ihr geistiger Kollege Trump durch den Kopf?

Nicht nur, dass mit dieser Methode Arbeitsplätze in Deutschland aufgegeben werden (ist ja legitim, wenn die Konkurrenz preiswerter ist), viel schlimmer ist, dass Vertrauensverhältnisse (Arzt–Patient) in Geschäftsverhältnisse (sprich: vertrauens- und seelenlos) verwandelt werden. Herr Dipl.-Kfm. Lehmann, in Ihrer Diktion: Wenn Sie mit Ihren Argumenten (= Rundumschlag) Patienten (= Kunden) gewinnen und damit Geld verdienen (= einstreichen), ohne das Vertrauensverhältnis vieler Menschen zu ihren Zahnärzten beeinträchtigen zu wollen (= was ich Ihnen abspreche), haben Sie für mich den ersten Prollpreis gewonnen.

Dr. Jochen Bremer,
Frankfurt


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