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03.02.17 / 10:25
Studie

Erst zum Zahnarzt, dann abtauchen

Taucher sind überdurchschnittlich häufig von Zahnproblemen betroffen. Das hat eine US-amerikanische Studie nun herausgefunden.



Zahnmediziner raten vor dem Abtauchen zum Zahnarzt zu gehen. Der Grund: Taucher sind überdurchschnittlich häufig von Zahnproblemen betroffen. Pavel A - Fotolia

Laut Studie, die kürzlich im British Dental Journal veröffentlicht wurde, hatten 40 Prozent einer Testgruppe von Tauchern "zahnärztlich relevante Probleme während eines Tauchgangs erlebt". Ein drückendes Gefühl im Zahn, bekannt als Barotrauma, war das häufigste Problem während des Tauchgangs. Tauchlehrer, die viel Zeit in seichtem Wasser verbringen, waren außerdem am ehesten von Zahnproblemen betroffen. Die Autoren vermuten, dass dies mit dem stark fluktuierenden Druck zusammenhängt.

Vom Barotrauma bis hin zu gebrochene Füllungen

Zahnärztin Vinisha Ranna, Mit-Autorin der Studie, hat mit Forschern der University of Rochester School of Medicine insgesamt 100 Taucher per Online-Fragebogen interviewt. Das Ergebnis: Von den 41 Teilnehmern, die von Zahnschmerzen berichteten, klagten 42 Prozent über das Barotrauma, 24 Prozent nannten Druckschmerzen, die durch den Luftregler im Mund auftraten, sowie 22 Prozent Kieferschmerzen. Zwei Personen erzählten von gelockerten Kronen und gebrochenen Füllungen während des Tauchgangs.

Die Studie rät Tauchern daher den Besuch beim Zahnarzt vor dem Tauchgang. "Medizinische Kontrollen vor dem Tauchen sind essenziell wichtig und auch zahnmedizinische Kontrollen gehören dazu", heißt es in der Studie. Warum gerade die Taucher, die viel Zeit in seichtem Wasser verbringen, am ehesten von Zahnproblemen betroffen sind, wollen die Wissenschaftler weiter untersuchen. 

Die kostenpflichtige Studie finden Sie hier.

Quelle: British Dental Journal 221, 577 - 581 (2016); doi:10.1038/sj.bdj.2016.825


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