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10.10.16 / 13:38
Studie

Kinderzahnpasta im Test

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat Kinder- und Juniorzahncremes ohne Fruchtgeschmack auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Das Ergebnis: Nur eine Kinderpaste ist sehr gut - zwei Markenprodukte fallen durch.



Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 19 Kinder- und Juniorzahnpasten getestet. Das Ergebnis ist für Kinderzahncremes ist ernüchternd: Nur die Hälfte der getesteten Produkte enthielt Fluorid - nur eine einzige Zahnpasta wurde als "sehr gut" befunden. Dron - Fotolia

Für den Test wurden neun Kinderzahnpasten (für Kinder von 0 bis 6 Jahren) und zehn Juniorzahncremes (für Kinder von 6 bis 12 Jahren) mit Minzgeschmack oder ohne Geschmacksnote im Labor untersucht, darunter sowohl Discounterware, Markenprodukte wie auch Naturkosmetik-Zahncremes. Die Verbraucherschützer wollten wissen, ob die Pasten mit schädlichen Inhaltsstoffen, wie Konservierungsmittel, Tenside und Farbstoffe belastet sind und ob sie Fluorid enthalten. Das Ergebnis ist gespalten. Insgesamt fünf Juniorzahnpasten wurden mit "sehr gut" bewertet - dagegen nur eine einzige Kinderzahnpasta. Zwei Markenprodukte und eine Naturkosmetikzahncreme fallen im Test durch.

Dissens um Fluoridzahnpasta

Alle Juniorzahncremes enthalten Fluorid - in der auch für Erwachsene üblichen Menge von bis zu 1.450 ppm. Die Hälfte der im Test untersuchten Kinderzahncremes ist dagegen fluoridfrei. Hier zeigt sich der - seit Jahren bestehende - Dissens zwischen Kinder- und Zahnärzten. Entgegen der zahnärztlichen Empfehlung sprechen sich Kinderärzte für die Fluoridanwendung mit Zahnpasta erst ab dem 4. Lebensjahr aus. Sie argumentieren, dass Kinder erst in diesem Alter die Zahnpasta zuverlässig ausspucken können und empfehlen stattdessen mit Fluoridtabletten Karies vorzubeugen.


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