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18.01.16 / 14:47
Studie

Medizinstudium: der neue Quotendeal

Kann man Bewerbern einen Studienplatz für Medizin garantieren, wenn sie sich verpflichten, später in unterversorgten Gebieten zu arbeiten? Ja! lautet das Ergebnis einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Aber funktioniert der Deal?



Praktizieren in der Pampa?!? Genau, das machen die wenigsten. Deshalb will das BMG Bewerbern, die versprechen, sich nach ihren Medizinstudium auf dem Land niederzulassen, per Quote einen Studienplatz geben. picture_alliance_Ulrich_Baumgarten

Vorhaben und Ziele: Laut Koalitionsvertrag entwickeln Bund und Länder einen "Masterplan Medizinstudium 2020", mit dem Studienplatzbewerber zielgerichteter auswählt werden und die Allgemeinmedizin gestärkt wird. Doch kann man Studierende, die nach ihrem Abschluss im hausärztlichen Bereich in ärztlich unterversorgten Regionen arbeiten, via Zulassungsverfahren gewinnen?

Wann ist die Quote rechtens?

Wir stellen das Gutachten hier vor. Es klärt, ob und welche rechtlichen Möglichkeiten für eine solche Quote bestehen. Ziel ist zu bewerten, inwieweit diese Quote als Instrument zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung in unterversorgten Gebieten genutzt werden kann.

Juristisch sind Vorabquoten für Bewerber erlaubt, die ihren Beruf dort ausüben wollen, wo öffentlich Bedarf besteht. Grundsätzlich ist es also möglich, eine Quote für künftige Ärzte festzulegen, um regional die Unterversorgung zu beheben. Methodisch gingen die Wissenschaftler nach den Standards rechtswissenschaftlicher Forschung vor.


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