sp/pm
22.11.12 / 07:30
Medizin

Bald Blitznachweis für Malaria

Forscher sind dabei, einen Schnelltest zum Nachweis von Malaria zu entwickeln. Ziel ist, kostengünstig innerhalb einer halben Stunde festzustellen, ob ein von Fieber befallener Mensch Malaria hat oder nicht.



Die Foliendisk (links) wird zur vollautomatisierten Blutanalyse in ein Point-of-Care-Gerät (rechts) eingelegt. IMTEK/Bernd Müller

Das Projekt "Disc-shaped point-of-care platform for infectious disease diagnosis“, kurz "DiscoGnosis", wird von der EU mit drei Millionen Euro gefördert. Ein Gerät, das ähnlich aussieht wie ein DVD-Player, soll Blutproben von Patienten reinigen und in einem Schritt alle relevanten, Fieber verursachenden Erreger gleichzeitig nachweisen.

Typhus statt Malaria

Studien haben gezeigt, dass 30 bis 40 Prozent der Betroffenen, die als Malariapatienten behandelt wurden, stattdessen an Typhus oder Dengue erkrankt waren.

Ein wirksames Schutzschild

Die noch weiter zu entwickelnde, jeweils einmal verwendbare Disk, werde mit integrierten biochemischen Analyseprozessen imstande sein, einen vollautomatischen und einfach zu bedienenden Krankheitsnachweis zu erbringen. Damit könne in infrastrukturarmen Ländern und Regionen dank moderner Diagnostik die Gesundheitsversorgung ganzer Bevölkerungsteile verbessert werden. Im Kampf gegen die Verbreitung von Malaria in Europa, die der Klimawandel begünstigt, soll dadurch eine Art Schutzschild entstehen.

Das Forschungsprojekt DiscoGnosis wird vom Institut für Mikrosystemtechnik  der Universität Freiburg koordiniert.



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