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08.08.13 / 09:13
Medizin

Fußpilzsocken brauchen 60 Grad

Was ökologisch sinnvoll ist, nämlich bei 30 Grad bis 40 Grad zu waschen, ist kontraproduktiv für den Fuß- oder Nagelpilz. Erst bei mindestens 60 Grad werden Rezidive verhindert.



© ptaxa - iStockphoto.com

Wer sich wundert, weshalb er trotz regelmäßigen Sockenwechsels seinen Fuß- oder Nagelpilz nicht los wird, der sollte die Waschmaschine höherstellen. 30 Grad beflügeln Aspergillus oder Trichophyton geradezu und auch 40 Grad können diesen Exemplaren noch nichts anhaben. Erst ab 60 Grad besteht für betroffene Patienten Hoffnung auf frische und pilzfreie Socken, meldet springermedizin.de.

Schuld ist die Waschmaschine

Immer wieder werden Schwimmbäder, Umkleideräume oder Hotelteppiche als Brutstätte von Pilzen verdächtigt. Vergleichsweise wenig Beachtung als Quelle von Reinfektionen finden die Kleidungsstücke betroffener Patienten.

Um festzustellen, wie sicher Pilze durch die üblichen Waschprozeduren aus der Kleidung entfernt werden, unterzogen israelische Dermatologen die Socken von Patienten mit Onychomykose oder Tinea pedis nach sechsstündigem Tragen Waschgängen bei verschiedenen Temperaturen.

Hierzu schnitten sie gleich große Proben aus dem Zehen- und Fersenbereich heraus und wuschen diese bei 40 beziehungsweise 60 Grad mit üblichen Waschmitteln. Nach dem Trocknen bei Raumtemperatur wurden die vermeintlich sauberen sowie ungewaschenen Sockenstückchen auf ein Pilzmedium aufgebracht.

Bei 60 Grad geht es auch für Aspergillus zu Ende

In den Pilzkulturen zeigte sich: 66 der 81 ungewaschenen Sockenproben waren im Zehenbereich, 72 an der Ferse kontaminiert. Aus 47 Prozent  dieser Proben wurde Trichophyton (T.) rubrum und aus 35  Prozent   Aspergillus spp. isoliert.

Bei insgesamt 29 Proben ergab sich auch nach der 40-Grad-Wäsche in der Kultur noch ein Pilzwachstum im Zehen- oder Fersenbereich. In 20 Fällen wurden Aspergillus spp. identifiziert, die insgesamt nach der 40-Grad-Wäsche sogar häufiger isoliert wurden als in den ungewaschenen Proben.

Munteres Leben im Spülwasser

Offenbar verbreitet sich der Pilz bei diesen niedrigen Temperaturen munter im Spülwasser. In insgesamt vier Fällen wurde nach der 40-Grad-Wäsche der Dermatophyt T. rubrum isoliert. Hefen dagegen konnten auch schon durch diese niedrige Temperatur eliminiert werden. Höhere Waschtemperaturen vertrugen die Pilze deutlich schlechter. Nur sechs Prozent  der Socken waren auch nach der 60-Grad-Wäsche noch kontaminiert. In allen Fällen handelte es sich um Aspergillus spp.


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