Lajos Schöne
07.10.13 / 12:27
Medizin

Pillen aus dem Wasserhahn

Deutschland ist Weltmeister im Verordnen von nichtsteroidalen Antirheumatika. Denn nur diese Medikamente helfen den Betroffenen oft gegen ihre chronischen Schmerzen. Nicht ohne Folgen für die Umwelt.



BMU

Etwa fünf Millionen Frauen und Männer in Deutschland sind von Rheuma, Arthritis oder Rückenschmerzen betroffen. Die meisten Ärzte verordnen gegen ihre chronischen Schmerzen  nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) genannt.

In den Apotheken und Kliniken Deutschlands werden jährlich etwa 2.500 Tonnen Schmerzmittel abgegeben, ihre Verordnung auf Kassenkosten stieg in den Jahren von 2001 bis 2010 um fast 30 Prozent, berichten das Robert Koch-Institut und das Statistisches Bundesamt.

Medikamente im Grundwasser

Die am häufigsten verordneten Wirkstoffe waren Diclofenac („Voltaren“) und Ibuprofen. Vieles davon landet im flüssigen oder auch festen Zustand in der Kanalisation. Das hat Folgen: "Der Konsum von Diclofenac und Ibuprofen ist in Deutschland schon so ausgeprägt, dass diese Substanzen bereits im Grundwasser und auch in Trinkwasserproben nachgewiesen werden können“, heißt es in der Berichterstattung des Bundes.

Quelle: Berichterstattung des Bundes, Heft 55, Sept.2013


Mehr zum Thema


Werblicher Inhalt