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29.05.13 / 09:14
Medizin

Schwarzbrot statt Grießbrei

Senioren in Privathaushalten sind bis zu sechs Prozent, in geriatrischen Kliniken dagegen bis zu 50 Prozent mangelernährt.



Mangelernährung ist in erster Linie durch eine unzureichende Aufnahme von Energie und/ oder Protein charakterisiert, was eine Abnahme von Körpergewicht und damit verbunden auch einen Verlust an Muskelmasse sowie Muskelkraft zur Folge hat. Damit steigt das Risiko für Sarkopenie und Frailty.

Sturzrisiko steigt durch Muskelschwund

Nicht nur der Aktivitätsradius und die Lebensqualität der Betroffenen leidet, sondern die Krankheit ist  auch mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko assoziiert.

Die Ursachen einer Mangelernährung im Alter sind multifaktoriell und umfassen soziale (Vereinsamung, Armut), psychologische (Trauer, Depression) und medizinische Faktoren (Erkrankungen, Multimedikation) sowie physiologische Veränderungen (Altersanorexie), kognitive Beeinträchtigungen (Demenz) und funktionelle Einschränkungen, wie zum Beispiel Kaubeschwerden.

Zahnpflege optimieren

Die Funktion des Kauapparats wird im Alter durch Zahnabnutzung, Zahnlockerungen, fehlende Zähne, schlecht sitzende Zahnprothesen und nachlassende Kaukraft beeinträchtigt, was wiederum einen Einfluss auf die Lebensmittelauswahl hat. Eine adäquate Mund- und Zahnhygiene sowie eine altersgerechte zahnärztliche Versorgung tragen dazu bei, die Funktion des Kauapparats zu erhalten und damit das Risiko für Mangelernährung im Alter zu reduzieren, wie anlässlich einer Tagung in Titisee von Dr. Eva Schrader aus Nürnberg berichtet wurde.


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